Videos zeigen die Drogenübergaben im Gefängnis Pöschwies

Keystone-SDA
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Dielsdorf,

Vor dem Bezirksgericht Dielsdorf ZH hat ein ehemaliger Gefängnismitarbeiter zugegeben, dass er Drogen ins Gefängnis Pöschwies geschmuggelt hat.

Gefängnis Pöschwies
Blick auf den Eingang des Justizvollzug der JVA Pöschwies, aufgenommen am Donnerstag, 13. Juli 2017 in Regensdorf. - keystone

Videoaufnahmen beweisen die Übergaben. Der 64-Jährige war selbst Aufseher und später Werkstattleiter im Gefängnis Pöschwies. Ihm wird bandenmässiges Verbrechen gegen das Betäubungsmittelgesetz vorgeworfen.

Wie der Staatsanwalt in seinem Plädoyer ausführte, dokumentieren Videoaufnahmen, wie der Beschuldigte die Päckchen im Gefängnis platzierte und sie von Insassen abgeholt wurden. Zudem sind Absprachen zwischen dem Mitarbeiter und seinen drei Komplizen, zwei Insassen und der 72-jährigen Mutter eines Insassen, dokumentiert.

In SMS tauschte sich der ehemalige Gefängnismitarbeiter mit der Mutter des Komplizen darüber aus, wo er sie zur Übergabe treffen sollte und wie viel Geld er erhalte.

Teilweise sei er auch mit Zetteln über den Übergabeort und die Adressaten informiert worden. «Der Beschuldigte ging organisiert vor. Ohne Absprache wäre ein derart kompliziertes und risikoreiches Unterfangen nicht möglich gewesen», sagte der Staatsanwalt.

Er fordert eine Freiheitsstrafe von 3 Jahren für den ehemaligen Gefängnismitarbeiter, wovon ein Jahr unbedingt ist. 24 Monate sollen mit einer Probezeit von 2 Jahren aufgeschoben werden. Zudem soll der Beschuldigte 4000 Franken an den Staat bezahlen. Dies als Ersatzforderung für den unrechtmässig erlangten Vermögensvorteil.

Ebenfalls vor Gericht standen am Mittwoch die zwei Insassen, welche die Päckchen entgegengenommen haben sollen, sowie die Mutter des einen Insassen. Sie soll die Betäubungsmittel besorgt und jeweils an den ehemaligen Gefängnismitarbeiter übergeben haben. Wann das Urteil eröffnet wird, ist noch unklar.

Kommentare

User #2468 (nicht angemeldet)

Mit 72 voll im Gedchäft. Wer glaubt es gäbe weder Alkohol noch Drogen in den Gefängnissen, soll weiter träumen.

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