Die Unwetter mit Hagel und übermässigem Regen führen in der Gemüseversorgung der Schweiz zu einem Engpass.
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Ein wegen heftigem Unwetter zerstörtes Maisfeld, aufgenommen am Dienstag, 13. Juli 2021 in Ruemlang. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Wegen der anhaltenden Unwetter wird das Schweizer Gemüse knapp werden.
  • Die Auswirkungen sollen sogar noch bis nächsten Frühling spürbar sein.

In der Schlechtwetterphase können die Gemüsebauern Pflanzen für die zweite Ernte nicht ausbringen oder ansäen. Zudem wuchs das Gemüse schlecht, wie der Verband Schweizer Gemüseproduzenten (VSGP) am Mittwoch meldet. Die Böden sind durchnässt und können den Regen nicht mehr aufnehmen.

Das Malaise tritt landesweit auf, wie der Verband berichtet. Auch wenn die Gewächshauskulturen am Trockenen sind, fehlt ihnen das Licht. Tomaten, Auberginen und Gurken wachsen langsamer, wodurch die Erntemengen tiefer ausfallen.

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Der Wasserpegel der Aare in Bern ist deutlich gestiegen.
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Die Feuerwehr steht aufgrund der Unwetter im Dauereinsatz.
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Weitere Eindrücke vom hohen Wasserstand der Aare.
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So sieht das Ganze aus etwas weiterer Entfernung aus.
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Die starken Niederschläge bringen das Risiko für Überschwemmungen mit sich.
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Wie sich die Lage weiterentwickelt, bleibt abzuwarten.
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Die Hochwassersituation führt auch dazu, dass Strassen und Fusswege gesperrt werden müssen.
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Ein Blick ins gesperrte Gebiet.

Beim Freilandgemüse sind bei einigen Gemüsearten Teil- bis Totalschäden zu verzeichnen. Die Kulturen stehen im Wasser und verfaulen. Gerade bei den Kohlarten wie Kabis, Blumenkohl und Broccoli und auch bei den Salaten führt das zu Problemen. Auch die Zucchetti sind von den starken Niederschlägen betroffen.

Auswirkungen bis im Frühling spürbar

Die Auswirkungen werden bis im Frühling spürbar sein, schreiben die Gemüseproduzenten. Das Wetter erschwert die Produktion von Lagergemüse. Rüebli und Zwiebeln verzeichnen grosse Ausfälle. Die grössten Ausfälle gibt es wegen Hagels im Berner Seeland. Aber auch das Waadtland und andere Anbaugebiete sind betroffen.

Zu allem Wetterübel kommt die Gefahr durch Unkraut und Schädlinge, weil die Kulturen nicht mit Maschinen befahrbar sind. So ist der Pflanzenschutz eingeschränkt.

Die Schweizer Gemüsebauern können deshalb den Markt teilweise nicht mit einheimischer Ware beliefern. Dadurch steigen die Importe. Das wiederum dürfte gemäss dem Verband Auswirkungen auf den Preis von Schweizer Gemüse haben. Die Richtpreise zwischen Produzenten und Händlern sind demnach bereits angestiegen. Der Detailhandel dürfte das auf die Kunden überwälzen.

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