Untersuchung zeigt Mängel: Berner Kita passt Abläufe an

Elena Hatebur
Elena Hatebur

Bern,

Die Berner Kita, die einen Betreuer nach einem Missbrauchsverdacht freistellte, hat ihre Abläufe untersuchen lassen. Nun gibt es ein neues Schutzkonzept.

Missbrauch Kita
Nach einem Missbrauchsverdacht hat eine Berner Kita ihre internen Abläufe untersuchen lassen. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Im Februar 2026 wurde ein Betreuer einer Berner Kita wegen Missbrauchsverdacht entlassen.
  • Nun hat die Institution ihre internen Abläufe untersuchen lassen.
  • Vor allem im organisatorischen Bereich weist die Kita Mängel auf.

Als im Sommer 2025 ein Missbrauchsverdacht in einer Berner Kita entsteht, bleibt der Fall zunächst intern. Es kommt zu einem Gespräch zwischen den Beteiligten – Weitere Konsequenzen gibt es vorerst nicht.

Monate später, im Februar 2026, wird ein Betreuer nach wiederholten potenziellen Grenzverletzungen freigestellt. Nun zieht die Kita Konsequenzen.

Wie SRF berichtet, liess die Institution ihre internen Abläufe von einer externen Firma überprüfen.

Pädagogisch stark – organisatorisch anfällig

Ein Satz aus dem Informationsschreiben an die Eltern dürfte besonders auffallen: Die pädagogische Arbeit der Kita wird als «überdurchschnittlich gut» beschrieben.

Kritischer fällt die Analyse bei der Organisation aus.

Die Verantwortung sei innerhalb der Kita zu stark auf eine einzelne Person konzentriert gewesen. Führung und wichtige Entscheidungen lagen bislang praktisch ausschliesslich bei der damaligen Leitung, berichtet SRF.

Diese ist inzwischen nicht mehr vor Ort. Die frühere Kita-Leiterin hat sich frühpensionieren lassen, derzeit wird die Einrichtung interimistisch geführt.

Neues Schutzkonzept und Mitarbeiterschulungen

Die Untersuchung zeigt offenbar noch ein weiteres Problem: Es fehlten klare Abläufe für heikle Situationen.

So sei unklar gewesen, wie bei einem Verdachtsfall wie jenem im Sommer 2025 konkret vorzugehen ist. Wer meldet was? An wen? Und ab welchem Punkt?

Hast du Kinder?

Die Kita will nun reagieren. Künftig soll die Führung breiter abgestützt werden, damit Verantwortung und Entscheidungen auf mehrere Schultern verteilt werden können.

Zusätzlich wurden zusammen mit Kinderschutz Schweiz ein neues Schutzkonzept sowie klare Meldeprozesse erarbeitet. Das schreibt die Kita in ihrem Schreiben an die Eltern.

Die Mitarbeitenden sollen künftig regelmässig geschult werden – insbesondere im Umgang mit Verdachtsfällen und Meldungen.

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Kommentare

User #1715 (nicht angemeldet)

Das führt wahrscheinlich wieder dazu, dass hyperventiliert wird. Falsche Anschuldigungen führen schnell zu einem irreparabel zerstörten Ruf. Ich würde als Mann nie in diesem Gewerbe arbeiten!

User #5443 (nicht angemeldet)

Und ab Morgen dann genau gleich weiter. Hört mir doch auf. Seit Jahren stimmt dort vieles nicht.

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