Unispital-Chefin bedankt sich bei Whistleblower
USZ-Chefin Monika Jänicke bedankt sich beim Whistleblower, der die Aufklärung rund um die Missstände an der Klinik für Herzchirurgie ins Rollen gebracht hatte.

Das Wichtigste in Kürze
- USZ-Chefin Jänicke dankt dem Whistleblower für die Aufdeckung der Missstände.
- Untersuchung zeigt schwere Mängel und erhöhte Sterblichkeit in der Herzchirurgie.
- Entschädigungen für Betroffene könnten Teil der weiteren Aufarbeitung werden.
Die Chefin des Universitätsspitals Zürich (USZ), Monika Jänicke, hat sich in einem Interview beim Whistleblower bedankt. Dieser hatte die Aufklärung rund um die Missstände an der USZ-Klinik für Herzchirurgie ins Rollen gebracht. Ihm gebühre Respekt, sagte Jänicke zur «SonntagsZeitung».
Denn der Whistleblower habe öffentlich auf die Missstände aufmerksam gemacht. Danach habe er das Thema immer wieder aufgebracht, sagte die USZ-Chefin im am Sonntag veröffentlichten Interview.
Das Thema liege in der Vergangenheit
Sie wollte sich nicht dazu äussern, dass der Whistleblower seine Anstellung verloren hatte. Dieses Thema liege in der Vergangenheit, in der sie noch nicht beim USZ war, sagte sie.
Jänicke wurde 2023 Chefin des Spitals. Die Frage der Wiedergutmachung werde sicherlich in die Aufarbeitung des am Dienstag veröffentlichten Berichts miteinbezogen, sagte sie.
Eine Administrativuntersuchung stellte schwerwiegende Mängel an der Klinik für Herzchirurgie fest und wies eine Übermortalität nach.
Im Zeitraum von 2016-2020 kam es bei rund 4500 Operationen zu 68-74 mehr Todesfällen, als statistisch zu erwarten gewesen wäre.
Noch sei es zu früh, um über eine Entschädigung von Opfern und Angehörigen zu sprechen, sagte Jänicke. «Aber das wird möglicherweise noch ein Thema.»








