Wallis

    Ungenügende Sicherung führte zu Seilbahnunfall auf Lauchernalp VS

    Keystone-SDA
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    Oberwallis,

    Der Seilbahnunfall auf der Lauchernalp VS mit einem schwer verletzten Bahnmitarbeiter im März 2025 ist auf ungenügende Sicherung und mangelhafte Koordination bei gleichzeitig ausgeführten Arbeiten zurückzuführen. Zu diesem Schluss kommt die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle (Sust) in einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht.

    Lauchernalp
    Sicht auf Häuser und den Birchgletscher, rechts, am Dienstag, 22. Juli 2025, auf der Lauchernalp im Lötschental. - keystone

    Bei dem schweren Unfall am 19. März 2025 kollidierte ein besetzter Dienstsessel mit dem Windenseil eines Pistenfahrzeugs. Der Sessel wurde dabei aus der Führung gerissen und stürzte auf die darunterliegende Piste. Ein 23-jähriger Mitarbeiter der Lauchernalp-Bergbahnen erlitt schwere Verletzungen.

    Der Unfall ereignete sich gegen 19.35 Uhr ausserhalb des regulären Fahrgastbetriebs. Nach Angaben der Sust befand sich gleichzeitig ein Pistenfahrzeug mit Seilwinde im Bereich der Bahntrasse im Einsatz. Das gespannte Stahlseil verlief offenbar im Fahrbereich der Sesselbahn.

    Als sich ein Dienstsessel näherte, kam es zur folgenschweren Kollision. Durch die enorme Krafteinwirkung wurde der Sessel vom Förderseil gerissen und mehrere Meter in die Tiefe geschleudert.

    Der Unfall ist nach Einschätzung der Sust nicht auf technische Ursachen zurückzuführen. Der Vorfall zeigt laut Sust die erheblichen Risiken bei parallelen Arbeiten von Seilbahnbetrieb und Pistenpräparation.

    Besonders Einsätze mit Windenfahrzeugen gelten als gefährlich, weil gespannte Stahlseile schwer erkennbar sind und enorme Zugkräfte entwickeln. Zudem blieb eine notwendige Verständigung zwischen den Beteiligten über die kurzfristige Inbetriebnahme der Seilbahn vor der Dienstfahrt aus.

    Als weiteren Faktor bezeichnet der Bericht das Fehlen klarer und ausreichend detaillierter Vorgaben für Vorgehen und Kommunikation bei Dienstfahrten. Die Sust stuft die Ursache des Unfalls jedoch nicht als systemisch ein und verzichtet deshalb auf das Aussprechen von Sicherheitsempfehlungen.

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