Rund ein Drittel arbeitet nach der Pensionierung. Dies ist eine Zunahme von fast 75 Prozent gegenüber der Jahrtausendwende.
Rentner
Ein Rentnerpaar sitzt auf einer Bank an der Sonne (Symbolbild). - dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Drittel der Pensionierten arbeitet weiter.
  • Das ist eine Zunahme von 75 Prozent gegenüber 2000.
  • Die Hälfte der 55- bis 70-Jährigen können sich arbeiten nach der Pensionierung vorstellen.

Den Ruhestand nach einem langen Arbeitsleben geniessen. Für viele Pensionierte ist das keine Option. Laut einer Umfrage der Swiss Life kann sich die Hälfte der Befragten vorstellen, auch im Rentenalter zu arbeiten. Für einen Viertel davon sind finanzielle Gründe ausschlaggebend.

49 Prozent der 1'472 befragten 55- bis 70-Jährigen könnten es sich grundsätzlich vorstellen, auch im Rentenalter weiterzuarbeiten. Dies hat die Erhebung ergeben.

Bereits heute bleibe rund ein Drittel der Männer und ein Viertel der Frauen über die Pensionierung hinaus erwerbstätig. Dies stand in der am Dienstag veröffentlichten Untersuchung.

Starke Zunahme

Konkret habe dies 2019 auf rund 190'000 Personen zugetroffen, was einer Zunahme von rund 75 Prozent gegenüber der Jahrtausendwende entspreche. Basis dieser Zahlen bildet die Schweizerische Arbeitskräfteerhebung (SAKE) sowie die Syntheseerhebung Soziale Sicherheit und Arbeitsmarkt (SESAM) des Bundesamts für Statistik.

Für eine grosse Mehrheit der Befragten komme dies aber nur in Frage, wenn die Bedingungen dafür stimmen. Dazu gehöre etwa eine gute Gesundheit, ein gutes Arbeitsklima und die Wertschätzung des Arbeitgebers. Ansonsten würden eine Mehrheit vor dem ordentlichen Rentenalter in den Ruhestand gehen oder mindestens das Pensum reduzieren wollen. Denn in jedem vierten Fall seien finanzielle Gründe ausschlaggebend.

Am häufigsten über das ordentliche Rentenalter hinaus weiterarbeiten würden Selbstständige, Landwirte, Freiberufler und Geschäftsführende. Vergleichsweise selten sei dies bei Bürokräften, Handwerksberufen, im Verkauf oder bei Pflege- und Betreuungsfachkräften der Fall.

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