Trump pfeift Netanjahu nach Iran-Drohung zurück
Der Iran hat angekündigt, die Gespräche mit den USA zu suspendieren. Nun pfeift Trump den israelischen Präsidenten nach dessen Drohung zurück.

Das Wichtigste in Kürze
- Der Iran hat die Gespräche mit den USA eingestellt.
- Nun wird mit einer vollständigen Blockade der Strasse von Hormus gedroht.
- Der Schweizer Aktienmarkt rutschte daraufhin in den tiefroten Bereich.
- US-Präsident Donald Trump pfiff den israelischen Präsidenten daraufhin zurück.
Die erneute Eskalation im Nahost-Konflikt hat eine überraschende Wendung genommen. Gemäss US-Präsident Donald Trump haben sich beide Seiten geeinigt. Die Eskalation im Libanon ist Trumps Angaben zufolge gestoppt.
«Ich hatte ein sehr produktives Gespräch mit Premierminister Bibi Netanjahu, und es werden keine Truppen nach Beirut gehen», schrieb der 79-Jährige am Montagabend auf Truth Social.
«Truppen, die bereits unterwegs sind, wurden bereits zurückbeordert», schreibt der US-Präsident weiter. «Ich hatte ein sehr gutes Gespräch mit Hisbollah, und sie stimmten zu, dass alle Schiessereien stoppen – dass Israel sie nicht angreift, und sie Israel nicht angreifen.»
Iran: Gespräche wurden eingestellt
Zuvor hatte der Iran angekündigt, dass man die Gespräche mit den USA aus Protest gegen die Eskalation Israels im Libanon einstellen werde, berichtet die halbstaatliche Nachrichtenagentur unter Berufung auf eine Erklärung.
Der Iran und die «Achse des Widerstands» hätten die vollständige Sperrung der Strasse von Hormus und der Strasse von Bab al Mandab am Horn von Afrika auf ihre Agenda gesetzt.
Das iranische Verhandlungsteam werde «Gespräche und den Austausch von Dokumenten über Vermittler» aussetzen, so Tasnim.
SMI weitet Verluste markant aus
Der Schweizer Aktienmarkt ist am Montagnachmittag kurz nach 15 Uhr in den tiefroten Bereich gerutscht. Grund dafür sind Berichte der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim, wonach der Iran den Austausch mit den USA aus Protest gegen Israel pausiert hat.
Der SMI notiert kurz nach 15.30 Uhr 1,5 Prozent tiefer auf rund 13'342 Punkten. Auch die anderen europäischen Indizes geben deutlich nach. Gleichzeitig steigt der Preis für ein Fass der Sorte Brent um gut 5 Prozent auf über 95 US-Dollar an.
Für schlechte Stimmung im Ringen um Friedensverhandlungen hatte am Montag schon davor der Vormarsch israelischer Bodentruppen im Libanon gesorgt. Der Iran forderte daraufhin ausdrücklich, dass die Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran zwingend auch den Libanon umfassen müsse.










