Trump: Luftraum über Venezuela «vollständig gesperrt»

Redaktion
Redaktion, Keystone-SDA

USA,

US-Präsident Donald Trump teilte am Samstag auf seiner Plattform Truth Social mit, dass der Luftraum über und um Venezuela vollständig geschlossen werde.

Donald Trump
Donald Trump erklärt, dass der Luftraum über Venezuela gesperrt sei. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Donald Trump hat den Luftraum über und um Venezuela vollständig gesperrt.
  • Alle Länder haben jedoch das Recht, selbst über ihren Luftraum zu bestimmen.
  • Seit Wochen verschärft Trump den Ton und das Vorgehen gegenüber dem Land.

Steht ein militärischer Schlag der USA gegen Venezuela unmittelbar bevor?

Nachdem in der Karibik mehrere vermeintliche Drogentransporter zerstört wurden und die USA vor der Küste des südamerikanischen Landes Kriegsschiffe zusammengezogen haben, kündigt US-Präsident Donald Trump (79) nun die komplette Sperrung des venezolanischen Luftraums an.

«An alle Fluggesellschaften, Piloten, Drogenhändler und Menschenhändler: Bitte beachten Sie, dass der Luftraum über und um Venezuela vollständig gesperrt ist», schreibt der Präsident auf seiner Plattform Truth Social.

Es war nicht unmittelbar klar, ob sich aus dem Posting direkte Folgen ergeben. Laut internationalem Recht haben Länder selbst das Recht, unabhängig über ihren Luftraum zu bestimmen, erklärt der internationale Fluglotsenverband IFATCA auf seiner Webseite.

Airlines hatten Verbindungen nach Venezuela bereits eingestellt

Die venezolanische Regierung hatte zuvor sechs ausländischen Fluggesellschaften die Betriebserlaubnis in dem südamerikanischen Land entzogen.

Zahlreiche internationale Airlines hatten ihre Verbindungen nach Venezuela zuletzt vorübergehend eingestellt, nachdem die US-Luftverkehrsbehörde (FAA) wegen der schlechten Sicherheitslage und erhöhter militärischer Aktivität bei Flügen zum Airport von Caracas zu besonderer Vorsicht aufgerufen hatte.

Seit Wochen verschärft Trump den Ton und das Vorgehen gegenüber dem südamerikanischen Land. Die Vereinigten Staaten hatten zusätzliche Soldaten in der Karibik zusammengezogen und den weltgrössten Flugzeugträger «USS Gerald R. Ford» aus dem Mittelmeerraum abgezogen und – begleitet von weiteren Kriegsschiffen und einem Langstreckenbomber – in die Region verlegt.

Nach Angaben der Regierung in Washington dient der Einsatz dem Kampf gegen Drogenschmuggler.

Angesichts dieser zunehmenden Spannungen wurde darüber spekuliert, dass ein Angriff auf Ziele in Venezuela bevorstehen könnte. Vermutet wurde, dass die US-Regierung womöglich einen Machtwechsel in Caracas anstreben könnte.

Kommentare

User #2229 (nicht angemeldet)

Dafür gibt's auch keinen Friedensnobelpreis.

User #2088 (nicht angemeldet)

Wenn sie nämlich sagen werden: »Friede und Sicherheit«, dann wird sie das Verderben plötzlich überfallen wie die Wehen eine schwangere Frau, und sie werden nicht entfliehen. (1.Thessalonicher 5,3)

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