Der Super Tuesday verlief für Trump-Gegnerin Nikki Haley enttäuschend. Nun verkündet sie ihren Rückzug. Joe Biden will davon profitieren.
Nikki Haley
Trump-Herausforderin Nikki Haley zieht sich zurück. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Bei den Republikaner-Vorwahlen in den USA ist die Entscheidung wohl gefallen.
  • Nun gibt die einzige Trump-Gegnerin Nikki Haley definitiv auf.
  • Am Super Tuesday blieb die Herausforderin gegen den Ex-Präsi chancenlos.
Ad

Der inner-republikanische Wahlkampf in den USA scheint entschieden: Wie das «Wall Street Journal» berichtet, will Nikki Haley aus dem Rennen aussteigen. Damit wäre Ex-Präsident Donald Trump durch.

Kurz nach 16 Uhr Schweizer Zeit ist es offiziell: Nikki Haley tritt vor die Medien und gibt ihren Rückzug bekannt. «Die Zeit ist gekommen», so die Republikanerin.

Donald Trump
Er ist wohl durch: Ex-Präsident Donald Trump dominiert die republikanischen Vorwahlen nach Belieben.
Joe Biden
Damit steht einem Duell mit dem demokratischen Amtsinhaber Joe Biden nichts mehr im Weg.

Dem Rückzug von Haley geht ein deutliches Verdikt am sogenannten Super Tuesday voraus. Trump feierte am gestrigen Tag, an dem Vorwahlen in zahlreichen Staaten stattfanden, einen regelrechten Siegeszug. Er zementierte damit seinen Spitzenplatz.

Haley konnte lediglich einen symbolischen Erfolg verbuchen. Sie setzte sich im Bundesstaat Vermont durch.

Joe Biden wirbt um Haley-Wähler

Eine wichtige Frage wird jetzt sein, wem sich die bisherigen Haley-Wähler anschliessen. Joe Biden hat in jedem Fall bereits kurz nach dem offiziellen Rückzug um die Stimmen geworben.

Der frühere Präsident Donald Trump habe deutlich gemacht, dass er Haleys Unterstützer nicht wollte, teilte der Demokrat am Mittwoch mit. Er wolle klar sagen, dass es einen Platz für sie in seinem Wahlkampf gebe, so Biden.

«Ich weiss, dass wir in vielem nicht einer Meinung sind.» Aber in den grundlegenden Fragen der Erhaltung der US-Demokratie, des Eintretens für die Rechtsstaatlichkeit, des Umgangs miteinander mit Anstand, Würde und Respekt, oder der Bewahrung der Nato könne man eine gemeinsame Basis finden.

Politik von Donald Trump könnte extremer werden

Neben Trump feierte auch Amtsinhaber Joe Biden einen erfolgreichen Super Tuesday. Damit dürfte es im November definitiv zum Showdown zwischen den beiden grossen Rivalen kommen. Dann steht nämlich die eigentliche Präsidentschaftswahl in den USA an. Umfragen sagen voraus, dass dies durchaus knapp werden dürfte.

Wen hätten Sie am liebsten als US-Präsident?

Sollte Trump die Wahl gewinnen, dürfte seine Politik noch einmal deutlich extremer werden. Die weitere US-Unterstützung für die von Russland angegriffene Ukraine steht dann aussenpolitisch ebenso auf dem Spiel wie die Mitgliedschaft der USA in wichtigen internationalen Bündnissen wie beispielsweise der Nato.

Ad
Ad

Mehr zum Thema:

Donald TrumpWall StreetWahlkampfJoe BidenNATONikki Haley