Treffpunkt Wittigkofen soll interreligiöser Begegnungsort werden

    Keystone-SDA Regional
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    Bern,

    Mit der Absichtserklärung wollen die Vertragspartner den Treffpunkt Wittigkofen bis 2026 zu einem Ort des interreligiösen Dialogs entwickeln.

    Berner Stadtrat
    Bern plant einen interreligiösen Begegnungsort im Quartier Wittigkofen. (Symbolbild) - Keystone

    Die RefBern Immo AG, die Evangelisch-reformierte Gesamtkirchgemeinde Bern und die Stiftung Islamisches Zentrum Bern haben eine Absichtserklärung zum Verkauf und zur künftigen Nutzung des Treffpunkts Wittigkofen unterzeichnet. Geplanter Vollzug ist 2026.

    Mit der Vereinbarung werde der Weg für einen neuen Ort der Begegnung geebnet, der den «interreligiösen Dialog» stärke und die «religiöse Vielfalt» in Bern sichtbar mache, heisst es in einer gemeinsamen Medienmitteilung, die am Dienstag verschickt wurde. Die Vereinbarung regle «die Exklusivität der Verkaufsverhandlungen» sowie die Rahmenbedingungen bis zum geplanten Vollzug im Juli 2026.

    Zukunftssicherheit durch Mietvereinbarungen

    Die Stiftung Islamisches Zentrum Bern (IZB) sichert der Evangelisch-reformierten Gesamtkirchgemeinde Bern laut Mitteilung zu, langfristig Räume im Erdgeschoss mieten zu können. Damit bleibe die Kirchgemeinde Petrus, die nur noch einen Teil der Fläche nutzt, mit Angeboten wie Kindertreff, Frauentreff, Sozialberatung oder Seniorenangeboten im Quartier präsent.

    Für die Beteiligten sei die Lösung ein Gewinn, heisst es im Communiqué. Das Quartierzentrum Wittigkofen soll so zu einem Ort werden, an dem Menschen verschiedener Religionen respektvoll miteinander in Kontakt treten und Vielfalt als Bereicherung erleben können.

    Finanzielle Entlastung durch Verkauf

    Zudem trage der Verkauf zur finanziellen Entlastung der Gesamtkirchgemeinde bei, wird Frank Schley, Präsident des Verwaltungsrates der RefBern Immo AG, in der Mitteilung zitiert.

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    Kommentare

    User #1231 (nicht angemeldet)

    Herr Schley bezeichnet die neue Lösung im Quartierzentrum Wittigkofen als «Gewinn für alle Beteiligten», weil sie Begegnungen zwischen Christen und Muslimen ermögliche und religiöse Vielfalt erlebbar mache. Diese Aussage klingt positiv – verschleiert aber, worum es eigentlich gehen sollte. Das Gemeinschaftszentrum Treffpunkt Wittigkofen war seit jeher ein Ort der Vielfalt und Begegnung im Quartier. Es hat seinen Wert gerade darin, dass sich dort alle Menschen gleichberechtigt begegnen können – unabhängig von Religion, Herkunft oder Weltanschauung. Dieses Zentrum darf nicht von einer auswärtigen Gruppe vereinnahmt werden, die eigene religiöse oder institutionelle Interessen verfolgt. Wittigkofen braucht kein interreligiöses Experiment, sondern ein aktives, weltliches Zusammenleben. Unser Quartier ist kein Ort für religiöse Selbstdarstellung, sondern ein Lebensraum, in dem die Gemeinschaft im Vordergrund steht. Statt religiöse Unterschiede zu betonen, sollten wir uns auf das konzentrieren, was uns wirklich verbindet: das gemeinsame Engagement für eine offene, solidarische Nachbarschaft.

    User #3790 (nicht angemeldet)

    Wozu braucht es einen solchen Treffpunkt?

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