Tox Info Suisse warnt vor Genuss von Morcheln

    Redaktion
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    Bern,

    Tox Info Suisse meldet mehrere schwere Vergiftungen nach Morchel-Gerichten. Wer die Pilze zu kurz kocht, riskiert heftige Beschwerden bis zum Schock.

    Morcheln
    Morcheln sind nicht schuld am Tod der Frau. - Pixabay

    Das Wichtigste in Kürze

    • Tox Info und VAPKO warnen vor schweren Vergiftungen durch Morcheln.
    • Vier Personen erkrankten zuletzt schwer nach zu kurz gekochten Morcheln.
    • Riskant sind frische, getrocknete und tiefgekühlte Morcheln gleichermassen.

    Tox Info Suisse und die Vereinigung amtlicher Pilzkontrollorgane (VAPKO) warnen vor gesundheitlichen Risiken beim Verzehr von Morcheln.

    In den vergangenen zwölf Monaten registrierten die Stellen mehrere schwere Fälle nach dem Konsum zu kurz gekochter Morcheln. Vier Personen erkrankten schwer.

    Besonders häufig standen laut Mitteilung Morchelgerichte wie Risotto oder Saucen im Zusammenhang mit Beschwerden.

    Betroffen waren nicht nur frisch gesammelte Pilze, sondern auch getrocknete oder tiefgekühlte Morcheln aus dem Handel. Diese seien roh und müssten vor dem Verzehr ausreichend gegart werden.

    Morcheln müssen mindestens 20 Minuten kochen

    Die Fachstellen raten deshalb, Morcheln stets korrekt vorzubereiten: Getrocknete Morcheln sollen zuerst eingeweicht, tiefgekühlte zuerst aufgetaut werden.

    Danach gilt in allen Fällen: mindestens 20 Minuten kochen. Frische Morcheln sollten nach Möglichkeit zuerst getrocknet, eingeweicht und ebenfalls mindestens 20 Minuten gekocht werden. Vom rohen Verzehr – etwa als Snack oder Carpaccio – wird ausdrücklich abgeraten.

    Morcheln können zwei Vergiftungsbilder auslösen

    Nach Angaben von Tox Info Suisse können bei Morcheln zwei unterschiedliche Vergiftungsbilder auftreten. Zum einen sind neurologische Symptome wie Schwindel, Seh- und Gangstörungen bekannt, die fast nur nach dem Verzehr frischer Morcheln auftreten.

    Diese Beschwerden seien zwar unangenehm, klängen aber meist innerhalb von 24 Stunden von selbst wieder ab.

    Deutlich gefährlicher können Magen-Darm-Beschwerden nach rohen oder ungenügend gegarten Morcheln sein. Typisch seien Bauchkrämpfe, starkes Erbrechen und heftige Durchfälle kurz nach der Mahlzeit.

    In seltenen Fällen könne dies zu lebensbedrohlichen Komplikationen bis hin zu einem Volumenmangelschock führen.

    Tox Info Suisse registriert mehrere schwere Fälle

    In der Fachliteratur sind laut Mitteilung bislang acht Todesfälle dokumentiert, zwei davon bei Tox Info Suisse. Seit 2014 wurden dort sieben schwere Verläufe registriert, vier davon in den vergangenen zwölf Monaten.

    Hast du gerne Morcheln?

    Ob dies auf eine tatsächliche Zunahme oder auf eine zufällige Häufung zurückzuführen ist, lasse sich wegen der geringen Fallzahl nicht sagen.

    Bei rasch einsetzenden Magen-Darm-Beschwerden empfiehlt Tox Info Suisse die sofortige Kontaktaufnahme über die Nummer 145. Bei schweren Symptomen soll zusätzlich der Rettungsdienst unter 144 alarmiert werden.

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    Kommentare

    User #2992 (nicht angemeldet)

    Von Magischen Pilzen sollte auch nicht mehr als 100gr gegessen werden.

    User #2044 (nicht angemeldet)

    Der Pilz als solches, funktioniert ähnlich wie die Leber beim Menschen. Er filtert Giftstoffe aus der Luft und aus dem Boden. Diese lagert er jedoch ein, und gibt sie dann als Nahrungsmittel weiter. Nun landen diese Gifte dann in unserer Leber. Ist diese bereits angegriffen, kann es fatale Konsequenzen haben.

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