Tierheime bleiben voll trotz weniger Neuzugängen
Die Tierheime und Auffangstationen des Schweizer Tierschutzes haben 2025 weniger Tiere aufgenommen als im Vorjahr. Die Situation in den Einrichtungen hat sich dadurch aber nicht entspannt, weil viele Tiere länger auf eine Vermittlung warten.

Insgesamt nahmen die 66 erfassten Sektionen 30'681 Tiere auf. Das waren rund 1400 Tiere oder 4,4 Prozent weniger als im Vorjahr, wie der Schweizer Tierschutz (STS) am Mittwoch mitteilte. Der Rückgang verteilte sich auf mehrere Tierarten und war regional nicht einheitlich.
Mit 18'904 Tieren stellten Fische erneut die grösste Gruppe der aufgenommenen Tiere dar, gefolgt von 6816 Katzen, 1814 Nagern und 1696 Hunden. Rund vier von fünf Aufnahmen beruhten gemäss Mitteilung auf freiwillig abgegebenen Tieren. Die Zahl der Tiere aus amtlichen Beschlagnahmungen sei weitgehend stabil geblieben.
Die tieferen Aufnahmezahlen führten jedoch nicht zu einer Entlastung, hiess es weiter. Viele Tierheime und Auffangstationen würden weiterhin an ihre Kapazitätsgrenzen stossen. Ein Grund dafür sei, dass Tiere länger in den Einrichtungen blieben, weil sie schwieriger zu vermitteln sind.
Dies zeigt sich auch in der Vermittlungsstatistik: Die Zahl der vermittelten Tiere sank gegenüber dem Vorjahr um rund 2300 auf 16'520. Auch seien weniger Tiere an ihre Besitzer zurückgegeben oder in die Natur entlassen worden.






