Thuner Verkehrsversuch verspricht trotz hoher Kosten wenig Erfolg

Keystone-SDA Regional
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Bern,

Die Thuner Stadtregierung lehnt einen kostspieligen Verkehrsversuch ab. Ein solcher Verkehrsversuch würde rund 1,3 Millionen Franken kosten.

Thun
Die Stadt Thun. (Archivbild) - keystone

In Thun soll das Einbahn-Verkehrsregime in der Innenstadt auch versuchsweise nicht aufgehoben werden. Ein solcher Verkehrsversuch würde rund 1,3 Millionen Franken kosten und laut einer Modellberechnung keine Verbesserung bringen. Davon ist die Thuner Stadtregierung überzeugt.

Um die Auswirkungen einer Teilaufhebung des Einbahnverkehrs möglichst genau zu kennen, liess die Stadt ein Variantenstudium sowie eine Verkehrssimulation mittels Modellberechnungen durchführen, wie der Gemeinderat in einer Mitteilung vom Donnerstag schreibt.

Die Ergebnisse zeigten nun, dass mit keiner der vier Varianten die gesetzten Kriterien erreicht oder eingehalten werden. Die Verbesserungen für den motorisierten Individualverkehr vom rechten Seeufer wären höchstens minimal. Die negativen Auswirkungen auf das städtische Strassennetz hingegen gross.

Auswirkungen grösser als erwartet

Insgesamt würde sich die Verkehrssituation verschlechtern. Der Gemeinderat hat nach diese Ergebnissen auch die betroffenen umliegenden Gemeinden nach ihrer Meinung gefragt. Keine von ihnen habe unter diesen Vorzeichen die Durchführung des Versuchs befürwortet, heisst es in der Mitteilung weiter.

Das Kosten-/Nutzenverhältnis sei zu schlecht. Das letzte Wort in Sachen Verkehrsversuch hat nun das Thuner Stadtparlament. Es entscheidet am 13. Juni über das Geschäft.

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Kommentare

User #6439 (nicht angemeldet)

Es hat aber immer noch zuviel unnötige Verkehr in der ihnen Stadt. Und der Fahrverbot wird zuwenig durchgesetzt, sprich kontrolliert. Kuhbrügge Marktgasse fahren tagtäglich Autos im Fahrverbot, Marktgasse wär 20 km vorgesehen, keine halt sich dran. Im Balliz fahren viel zu viel Autos, das über der ganze Tag. Zum gemütlich lädele echt mühsam. Schade!

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