Tessiner Persönlichkeiten fordern Fonds für Brandkatastrophen-Opfer
Der Bund soll für die von der Brandkatastrophe von Crans-Montana betroffenen Familien einen Fonds in der Höhe von 50 Millionen Franken einrichten: So lautet eine Forderung von über 40 Tessiner Persönlichkeiten aus Kultur und Politik.

Mit dem Geld sollen unter anderem Gesundheits-und Gerichtskosten der betroffenen Familien gedeckt werden, heisst es in einem am Mittwoch in der Tessiner Tageszeitung «Corriere del Ticino» veröffentlichten Appell.
Dieser «Vorschuss» sei nötig, denn die Auszahlung der Entschädigungen, die nach dem Bundesgesetz zur Hilfe für Opfer von Straftaten vorgesehen seien, könnten «erheblich verzögert werden», heisst es weiter.
Der Brand in Crans-Montana beschäftige nach wie vor grosse Teile der Bevölkerung, auch in der Schweiz, ist im Appell weiter zu lesen. «Es belastet uns nicht nur der Verlust vieler Familien, sondern auch die lange Dauer der Leiden, welche die hospitalisierten Personen erleiden werden.»
Der Bund solle «gegebenenfalls unter Nutzung der vorgesehenen Mittel der Nationalbank» den Fonds in Zusammenarbeit mit dem Kanton Wallis einrichten, fordern die Unterzeichnenden. Zu ihnen gehören unter anderem der ehemalige Präsident des Locarno Film Festival Marco Solari, der Universitätsprofessor und Politiker Remigio Ratti, der Theaterautor Daniele Finzi Pasca sowie der Autor Alberto Nessi.










