Tee-Kette Tekoe verschwindet aus Bahnhöfen
Die Läden von Tekoe boten an Schweizer Bahnhöfen hochwertigen Tee an. Nun sind die Shops dauerhaft geschlossen.

Das Wichtigste in Kürze
- Die Tee-Kette Tekoe gibt es nicht mehr.
- Ein Schild an der Filiale im Bahnhof Bern informiert über die Schliessung.
- Vor allem Westschweizer Kundinnen und Kunden vermissen das Angebot.
Die hellgrünen Büchsen stachen den Pendlerinnen und Pendlern ins Auge. Darin boten die Shops der Tee-Kette Tekoe hochwertige Teemischungen an. Doch nun sind die Shops aus den Bahnhöfen verschwunden.
«Unser Laden ist dauerhaft geschlossen», informiert ein Schild an der Filiale im Hauptbahnhof Bern. Man bedaure, die Kundschaft nicht mehr bedienen zu können und danke für deren Treue.
Schon länger verschwunden ist Tekoe aus dem Hauptbahnhof Zürich. Im dortigen Kubus befindet sich nun ein Geschäft des Telekomdienstleisters Mobile Zone.
Tee im Lifestyle-Boom
Valérie Peyre gründete 2004 das Tee-Unternehmen, das seinen Sitz in Lausanne VD hatte. Mit dem Angebot reagierte die Kette auf die erhöhte Nachfrage nach Qualitätstee.
Auch sprang Tekoe auf den Trend zu einem gesunden Lifestyle auf.
Die rund 120 angebotenen Teesorten aus zerkleinerten Teeblättern stammten aus Asien und Afrika.
«Grund, morgens zu pendeln»
Vor allem Kundinnen und Kunden aus der Westschweiz scheinen den Tee-Laden zu vermissen.
«Was ist mit Tekoe am Bahnhof passiert?». Dies wollte eine Userin vor einigen Tagen in einer Lausanner Gruppe der Plattform Reddit wissen. Viele User bedauern, dass es den edlen Pendler-Tee nicht mehr gibt.
«Der Laden gab mir buchstäblich einen Grund, morgens zu pendeln, tolle Tees», schreibt jemand. Ein weiterer User schwärmt: «Sie hatten auch einen der besten Chai und Matcha Lattes.»
«Tee lieber in der Altstadt kaufen»
Pendlerinnen und Pendlern in Zürich und Bern dagegen trauern dem Geschäft kaum nach.
Viele nahmen die auffälligen Geschäfte zwar, kauften dort aber nie ein.
Auch erinnert sich kaum jemand an den Namen der Shops. «Te ... was?», heisst es selbst, wenn beim Namen nachgeholfen wird.
Ein Zürcher pendelt regelmässig nach Bern. «Tee kauft man vielleicht lieber in einem traditionellen Laden in der Altstadt», vermutet er. «Ein hippes Geschäft am Hauptbahnhof ist dafür weniger attraktiv.»













