Rund die Hälfte der 130 Angestellten soll bleiben können, den anderen wird eine Stelle im Druckzentrum Bern angeboten.
Tamedia Druckzentrum
Blick auf den Eingang des Druckzentrums von Tamedia in Bussigny VD. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Massnahmen stehen noch unter dem Vorbehalt der Ergebnisse der laufenden Konsultation.
  • Hintergrund der Umstellung sei ein neues Schichtenmodell.
  • Dieses soll Anfang 2023 eingeführt werden.

Infolge einer Reorganisation plant Tamedia einen Stellenabbau im Druckzentrum Lausanne in Bussigny VD. Rund die Hälfte der 130 Angestellten soll bleiben können, den anderen wird eine Stelle im Druckzentrum Bern angeboten.

Die Massnahmen stehen noch unter dem Vorbehalt der Ergebnisse der laufenden Konsultation, wie ein Sprecher des Unternehmens am Freitag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mitteilte. Hintergrund der Umstellung sei ein neues Schichtenmodell, welches Anfang 2023 eingeführt werden soll. Dieses soll eine ausgeglichene Beschäftigung im Tag- und Nachtbetrieb ermöglichen.

In den andere Druckereien des Unternehmens sind derzeit keine Massnahmen geplant. Die Gewerkschaft Syndicom kritisierte den geplanten Abbau am Standort Bussigny am Freitag in einer Mitteilung. Das Unternehmen müsse zwingend sozial und finanziell akzeptable Lösungen für die Betroffenen finden. Frühpensionierungen und erzwungene Umzüge würden nicht zu den Massnahmen gehören, die man von einem verantwortungsvollen Arbeitgeber erwarten dürfe.

Syndicom wirft der zur TX Group gehörenden Tamedia zudem vor, mit der Massnahme einmal mehr auf Kosten der Westschweiz den Gewinn des Unternehmens zu steigern.

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