Swisscom plant neuen Standort in Lissabon - Kritik von Syndicom
Die Swisscom plant einen neuen Standort in Lissabon. In der portugiesischen Hauptstadt sollen ausgewählte Technologie- und Unternehmensdienstleistungen in den Bereichen IT, Softwareentwicklung und Finanzen erbracht werden.

Damit wolle die Swisscom ihre langfristige Wettbewerbsfähigkeit stärken, teilte der Telekomkonzern am Donnerstag in einem Communiqué mit. Lissabon sei eine Ergänzung zu den bestehenden Auslandsstandorten in Riga und Rotterdam. Es sei vorgesehen, dort im nächsten Jahr mit etwa 40 Mitarbeitern zu starten und mittelfristig auf rund 200 Angestellte zu wachsen.
Die Gewerkschaft Syndicom kritisiert die Pläne. «Besonders stossend ist dieser Schritt vor dem Hintergrund, dass die Swisscom gleichzeitig sehr gute Geschäftszahlen präsentiert und den Personalbestand in der Schweiz weiter reduziert hat», schrieb sie in einer Mitteilung.
Während hochwertige Funktionen in den Bereichen IT, Softwareentwicklung und Finanzen im Ausland aufgebaut würden, baue die Swisscom in der Schweiz Stellen ab. Der Konzern stelle damit die Gewinnmaximierung über das öffentliche Interesse und gefährde die Akzeptanz des Service public.
Syndicom fordere von der Swisscom ein klares Bekenntnis zum Werkplatz Schweiz und zu den Arbeitsplätzen hierzulande.










