Die Swiss ist eine von vier Airlines, die ein «grünes» Ticket testet, bei dem Passagiere ihre CO2-Emissionen ausgleichen können. Möglich ist es in Skandinavien.
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Eine Maschine der Swiss am Zürcher Flughafen. - Keystone
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Das Wichtigste in Kürze

  • Swiss-Passagiere können mit dem «Green Tarif» ihre Treibhausgas-Emissionen ausgleichen.
  • Vorerst kommt das «grüne» Ticket nur Reisenden in Skandinavien zugute.
  • Die Swiss ist eine von vier Fluggesellschaften, die ein solches Ticket testet.

Die Swiss testet gemeinsam mit anderen Fluggesellschaften der Lufthansa Group einen neuen Tarif. Kunden können laut Mitteilung vom Dienstag mit dem «Green Tarif» ihre Treibhausgas-Emissionen vollständig ausgleichen. Die Airline hat das «grüne» Ticket am heutigen 2. August eingeführt.

Der Tarif wird direkt beim Buchungsvorgang neben den anderen Optionen (Light, Classic, Flex) angezeigt. Vorerst ist das Angebot für Fluggäste verfügbar, die ab Dänemark, Schweden und Norwegen buchen. Die Testphase dauert rund sechs Monate.

Der CO2-Ausgleich erfolgt gemäss Mitteilung zu 20 Prozent über den Kauf von nachhaltigen Treibstoffen. Zu 80 Prozent fliesst das Geld in Klimaschutzprojekte. Kunden erhalten bei der Buchung des «Green Tarif» neben der Treibhausgaskompensation zusätzliche Statusmeilen sowie kostenlose Umbuchungsmöglichkeiten.

Zuschlag für «Green Tarif» ist nicht bekannt

Den Test mit den «grünen» Tarifen führt die Lufthansa-Gruppe mit vier Fluggesellschaften durch: Lufthansa, Swiss, Austrian Airlines und Brussels Airlines.

Auf die Frage, wie hoch der Zuschlag für den «Green Tarif» ausfällt, heisst es bei Swiss auf Anfrage von AWP: «Eine pauschale Antwort auf diese Frage ist nicht möglich. Der Preis variiert je nach Strecke und Buchungsklasse.» Ob und wann der neue Tarif auch in anderen Märkten als Skandinavien angeboten wird, ist noch offen. Swiss will zuerst prüfen, wie der neue Tarif bei den Kunden ankommt und danach über weitere Schritte entscheiden.

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Die Swiss testet ab dem 2. August ein «grünes» Ticket. - Keystone

Seit Ende Mai ermöglicht die Swiss ihren Kunden, CO2-Emissionen direkt bei der Flugbuchung zu kompensieren. Laut Mitteilung nutzen diese Möglichkeit mittlerweile rund 10 Prozent der Passagiere. Zuvor wurde nur knapp ein Prozent der Flüge kompensiert.

Im Frühjahr hat die Lufthansa-Tochter auf diversen Flügen ihren Gästen ein Angebot unterbreitet. Diese konnten dort ihre CO2-Emissionen direkt an Bord ausgleichen. Dieses Angebot bleibt laut Swiss bestehen und wird im Verlauf des Jahres auf die Airbus A340-Flotte ausgeweitet.

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