Schweizer Armee

    Für Korpskommandant Thomas Süssli sind Ausländer in Armee kein Tabu

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    Bern,

    Armeechef Thomas Süssli will den Frauenanteil in der Armee bis 2030 auf 10 Prozent erhöhen. Auch Ausländer könnten dereinst Dienst leisten.

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    Thomas Süssli, Chef der Schweizer Armee, will den Frauenanteil in der Armee bis 2030 auf 10 Prozent anheben. (Archivbild) - sda

    Das Wichtigste in Kürze

    • Armeechef Süssli will den Frauenanteil in der Armee bis 2030 auf 10 Prozent erhöhen.
    • Derzeit fehle es aber noch an einer Gesamtstrategie, welche nun erarbeitet werde.

    Armeechef Thomas Süssli will den Frauenanteil in der Armee bis 2030 von heute 0,8 Prozent auf 10 Prozent erhöhen. Die Armee mache schon heute vieles für die Integration von Frauen. Es fehle aber noch eine Gesamtstrategie. Sie werde derzeit erarbeitet.

    Es sei falsch, Frauen nur als Lösung für das Bestandsproblem der Armee zu sehen. «Wir erleben Frauen in der Armee als speziell motiviert und engagiert. Oft bringen sie auch neue Denkweisen ein», sagte Süssli in einem Interview mit den Tamedia-Zeitungen (Freitagausgabe).

    «Eine Schweizer Armee für alle»

    Doch die Geschlechterfrage sei nur ein Aspekt. «Mein Ziel ist eine Schweizer Armee für alle», sagte Süssli. Für alle, die einen Beitrag für die Sicherheit der Schweiz leisten wollten gebe es in der Armee einen Platz. Egal welcher Religion, Sprache oder Geschlecht.

    Schweizer Armee
    Die Schweizer Armee will auch mehr Frauen fürs Militär begeistern. - keystone

    Süssli schloss nicht aus, dass es künftig auch Armee-Imame für Muslime geben könnte. Heute schliesse die Verfassung Ausländer aus. Voraussetzung für den Militärdienst sei das Schweizer Bürgerrecht. Er könne sich aber vorstellen, dass das längerfristig überprüft werde.

    Erst kürzlich hatte Süssli gewarnt, bis 2030 könnten der Armee rund 30'000 Soldatinnen und Soldaten fehlen, ein Viertel des Bestandes. Das Nein des Parlaments zum Zivildienstgesetz stelle die Armee vor eine neue Situation. Der Bundesrat wolle wie geplant noch in diesem Jahr in einem Bericht Massnahmen für Zivilschutz und Armee aufzeigen.

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