Strafanzeige nach Ausschreitungen von Grasshopper-Fans in Lausanne
Beim Fussball-Halbfinal zwischen Grasshopper (GC) und Stade Lausanne-Ouchy (SLO) am vergangenen Samstag ist es zu Ausschreitungen von GC-Fans gekommen. Die Stadt Lausanne hat nun Anzeige erstattet. Beide betroffene Vereine behalten es sich vor, ebenfalls Strafanzeige zu erstatten.

Rund 2000 Zürcher Fans waren am Samstag mit zwei Sonderzügen angereist. Bereits auf dem Weg vom Bahnhof zum Stadion «La Pontaise» kam es zu mehreren Sachbeschädigungen; darunter zahlreiche Graffitis und eine zerbrochene Schaufensterscheibe. Das teilte die Stadt Lausanne am Montag mit. Die Ausschreitungen spitzten sich nach dem Spiel, das die Lausanner mit 2:0 gewann, weiter zu.
Gegenüber Lausanner Spielern, Vereinsmitgliedern und dem Sicherheitspersonal hätten die unzufriedenen Zürcher Fans «feindseliges Verhalten» gezeigt. Einige von ihnen seien in den Spielfeldbereich eingedrungen und hätten pyrotechnische Gegenstände geworfen, wodurch Schäden auf den Tribünen entstanden seien.
Nach dem Spiel verliessen alle Fans das Stadion. Dabei beschädigten etwa hundert Fans die Stände und Absperrungen vor dem Mannschaftsbus von GC und versuchten, in die Umkleideräume der GC-Spieler einzudringen. Der Sicherheitsdienst des SLO und die Polizei setzten Pfefferspray ein. Letztere feuerte Gummigeschosse ab, um die randalierenden Fans zu vertreiben.
Die Züge mit den Zürcher Fans verliessen Lausanne schliesslich mit 45 Minuten Verspätung. Verletzte oder Festnahmen gab es keine. Es laufen jedoch laut Medienmitteilung Ermittlungen, um die Verursacher zu identifizieren. Beide Vereine verurteilten das inakzeptable Verhalten nach dem Spiel.











