«Stimmung und Zusammenhalt im Verein gefallen mir am besten»
Der Veloclub Oftringen hat einiges zu bieten. Im Interview spricht Präsident René Lüscher unter anderem über das Erfolgsrezept der Radball-Nachwuchsabteilung.

Ein Radball-Plauschturnier für jedermann, Arbeit an Mountainbike-Trails am Engelberg und regelmässige Mountainbike-Ausfahrten: Der Veloclub Oftringen hat einiges zu bieten.
Im Interview spricht Präsident René Lüscher nicht nur über das Erfolgsrezept der Radball-Nachwuchsabteilung, sondern auch darüber, was ihm am VC Oftringen am meisten gefällt.
Redaktion: René Lüscher, was macht für Sie persönlich die Faszination des Zweirades aus?
René Lüscher: Für mich ist das Velo vorwiegend ein Sportgerät und ich liebe es, in der Natur unterwegs zu sein und gleichzeitig etwas für die Fitness und Gesundheit zu tun. Mit dem Velo bin ich eng verbunden, es gibt mir während des Fahrens direktes Feedback.
Es ist ein technisch einfaches Gerät, das sich zwar laufend weiterentwickelt, aber in seinen Grundzügen immer noch das Gleiche geblieben ist.
Redaktion: Wie sah Ihr persönlicher Weg in den Veloclub Oftringen aus?
Lüscher: Mein Sohn hat im Schulsport Radball gespielt und so bin ich mit dem Veloclub in Kontakt gekommen. Der «Veloklub zu Oftringen und Umgebung» wurde 1909 gegründet. Heute heisst er schlicht «Veloclub Oftringen».

Im Jahr 2013 haben wir neben dem Radball in der Halle das Radfahren im Gelände «wiederbelebt» und seither bin ich vor allem mit dem Mountainbike unterwegs.
Redaktion: Besonders im Radballsport hat sich der VC Oftringen einen Namen gemacht. Andri Eberhardt und Heikki Schaller vom VC Oftringen glänzen sogar international mit Top-Platzierungen. Was ist das Oftringer Erfolgsrezept?
Lüscher: Eine konsequente Aufbauarbeit unserer Nachwuchsabteilung. Wir haben uns dazu entschlossen, uns auf die Nachwuchsförderung zu fokussieren und die jungen Sportler gezielt zu fordern und zu fördern.
Die Trainer unter der Leitung des ehemaligen Radball-Schweizermeisters Andreas Zaugg leisten hier eine super Arbeit.

Redaktion: Für viele scheint der Einstieg in eine Nischensportart wie Radball eine grosse Hürde zu sein. Was sagen Sie Leuten, die zögern, es einfach mal auszuprobieren?
Lüscher: Wir trainieren dienstags und freitags in der Turnhalle Sonnmatt. Für ein Ausprobieren braucht es ausser Sportkleidern nichts, die Radball-Velos stellt der Veloclub zur Verfügung.
Redaktion: Was bietet der VC Oftringen für Mountainbike- und Rennradbegeisterte?
Lüscher: Die Mountainbiker treffen sich bei jedem Wetter am Mittwoch um 18.30 Uhr bei der Turnhalle Sonnmatt zu einer Ausfahrt in der Umgebung. Dazu kommen während dem Jahr verschiedene Bike-Events, die wir besuchen oder selbst durchführen.
Auch Unterhaltsarbeiten an den Bike-Trails am Engelberg gehören zum Programm. Wer schöne, legale Trails befahren will, muss halt auch etwas investieren.
Wir sind aber sehr froh, dass wir am Engelberg und Säli Mountainbike-Trails realisieren durften. Eine Nachwuchsabteilung für Mountainbike ist in Planung. Eine Rennrad- oder Gravel-Abteilung haben wir im Moment nicht.
Redaktion: Gemeinsames Auspowern schweisst zusammen – wie steht es um die Geselligkeit im Verein?
Lüscher: Das gehört selbstverständlich auch dazu und ist mindestens so wichtig für den Zusammenhalt im Verein wie das gemeinsame Erlebnis.
Redaktion: Am 7. November findet das Radball-Plauschturnier für jedermann statt. Worauf können sich Interessierte freuen?
Lüscher: Der Plausch steht bei diesem Anlass eindeutig im Vordergrund. Velofahren kann (fast) jede und jeder, aber gleichzeitig mit dem Vorderrad einen Ball zu kicken, fordert doch einiges an Training.
Beim Plauschturnier gibt es deshalb immer wieder amüsante Szenen, wenn der Kopf zwar wüsste, was er will, aber das Velo nicht mitmachen will. Und wer selbst nicht mitspielen will, kann das Ganze aus der Festwirtschaft aus sicherem Abstand verfolgen.
Redaktion: Sie haben das letzte Wort.
Lüscher: Im Veloclub haben wir zwar zwei Abteilungen, aber insgesamt sind wir ein Verein. Die gute Stimmung und der Zusammenhalt im Verein gefallen mir am besten und motivieren mich immer wieder, mich für den VCO zu engagieren.
Hinweis
Dieser Artikel ist zuerst in den «Zofinger Nachrichten» erschienen.








