Im den Trümmern des abgerissenen Autonomen Zentrums in Lugano seien Spuren von Asbest und polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) gefunden worden: Dies teilte die Tessiner Staatsanwaltschaft am Donnerstag mit.
Ein Teil des Autonomen Zentrums Molino (CSOA) wurde in der Nacht auf den 30. Mai in Trümmer gelegt.
Ein Teil des Autonomen Zentrums Molino (CSOA) wurde in der Nacht auf den 30. Mai in Trümmer gelegt. - sda - KEYSTONE/Ti-PRESS/SAMUEL GOLAY

Die Luganeser Sektion der Grünen Partei hatte nach dem Abriss Strafanzeige gegen Unbekannt eingereicht. Daraufhin eröffnete die Staatsanwaltschaft ein Verfahren. Die «Unbekannten» seien in der Exekutive der Stadt Lugano zu suchen, sagte die Vertreterin der Grünen Partei des Tessins auf Anfrage von Keystone-SDA.

Die Grüne Partei werfen den für den Abriss verantwortlichen Personen vor, vorsätzlich gegen Bauvorschriften sowie gegen das Umweltschutzgesetz verstossen zu haben, wie sie per Communiqué mitteilten.

Die Staatsanwaltschaft klärt noch ab, ob sie das Strafverfahren auf den Tatbestand des Amtsmissbrauchs ausweitet.

Die Tessiner Kantonspolizei hatte am Samstag vor zwei Wochen das Autonomo Zentrum Molino (CSOA) in Lugano geräumt. Später in der Nacht waren Teile des Gebäudes auf Geheiss der Luganeser Exekutive dem Erdboden gleichgemacht worden.

Die Staatsanwaltschaft hält in ihrem am Donnerstagabend verschickten Communiqué fest, dass die Mengen von Asbest und PAK im Verhältnis zur Abbruchmasse unerheblich seien. Mensch und Umwelt würden dadurch nicht gefährdet.

Dennoch werde die Untersuchung fortgesetzt. Es gelte, festzustellen, ob Mensch und Umwelt im Moment des Abrisses gefährdet worden seien, schreibt die Staatsanwaltschaft abschliessend.

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