Staatsanwaltschaft ermittelt gegen 2 Mitarbeitende
Die Staatsanwaltschaft Nidwalden hat nach dem Absturz einer Gondelbahn im Skigebiet Engelberg-Titlis eine Strafuntersuchung gegen zwei Mitarbeitende eröffnet.

Das Wichtigste in Kürze
- Am 18. März stürzte im Skigebiet Engelberg-Titlis eine Gondel ab.
- Eine 61-jährige Frau aus der Region kam dabei ums Leben.
- Nun hat die Staatsanwaltschaft Nidwalden eine Strafuntersuchung eröffnet.
Die Staatsanwaltschaft Nidwalden hat im Zusammenhang mit dem Gondelunfall am Titlis vom 18. März 2026 eine Strafuntersuchung eröffnet.
Das Verfahren richtet sich gegen zwei Mitarbeitende der Titlis-Bergbahnen wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung sowie der Störung des öffentlichen Verkehrs.
Das gab die Staatskanzlei Nidwalden am Freitagnachmittag bekannt.
Die Strafverfolgungsbehörden von Nidwalden hätten seit dem Unfall umfassende Beweiserhebungen vorgenommen, heisst es in der Mitteilung.
Wurde die Sorgfaltspflicht verletzt?
«Es wurden Spuren gesichert, technische und betriebliche Unterlagen ausgewertet sowie meteorologische Daten analysiert.» Zudem hätten erste Einvernahmen von Beteiligten und Zeugen stattgefunden.
«Aufgrund der bisherigen Ergebnisse besteht der Verdacht, dass beim Betrieb der Anlage unter den herrschenden meteorologischen Bedingungen Sorgfaltspflichten verletzt worden sind», schreibt die Staatskanzlei.
«Insbesondere wird geprüft, ob sicherheitsrelevante Vorgaben und Abläufe ausreichend beachtet worden sind.» Die Untersuchung richtet sich gegen einen Technischen Leiter sowie einen weiteren Mitarbeiter der Titlis-Bergbahnen.
So kam es zum Gondel-Absturz
Am 18. März 2026 ereignete sich im Gebiet Trübsee-Stand mit einer Kabine der Gondelbahn «Titlis Xpress» ein folgenschwerer Unfall.
Nach bisherigen Erkenntnissen kollidierte die Kabine mit einem Masten sowie einem Teil der Rollenbatterie. In der Folge löste sich die Klemme vom Förderseil, worauf die Gondel in unwegsamem Gelände abstürzte.
Eine 61-jährige Frau aus der Region kam dabei ums Leben. Weitere Personen wurden nicht verletzt. Zur Zeit des Unglücks herrschten im Gebiet starke Winde vor.














