Titlis

Nachrüstung hätte tödlichen Unfall am Titlis nicht verhindert

Keystone-SDA
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Obwalden,

Eine Nachrüstung der Klemmen an den Gondeln der Titlis-Bahn hätte laut der Schweizerischen Sicherheitsuntersuchungsstelle (Sust) den tödlichen Absturz einer Gondel von vergangener Woche nicht verhindert. Jedes System sei bei starkem Wind am Limit.

Beim Gondelabsturz vom Mittwoch verlor eine Frau ihr Leben. (Archivbild)
Beim Gondelabsturz vom Mittwoch verlor eine Frau ihr Leben. (Archivbild) - KEYSTONE/KANTONSPOLIZEI NIDWALDEN

«Das ist reine Physik und Geometrie», sagte Philipp Thürler, der zuständige Bereichsleiter bei der Sust, am Montag der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Er bestätigte damit entsprechende Aussagen in der SRF-«Tagesschau» vom Sonntagabend.

Anpassungen am Klemmmechanismus brächten keine bessere Sicherheit, hatte Thürler der TV-Sendung gesagt: «Wenn die Windgeschwindigkeit zu gross ist, kommt eine Gondel aus der normalen Achse und kann gegen Anlageteile prallen oder an Seilfängern hängen bleiben und vom Förderseil gerissen werden.»

Beim Unfall am Titlis war am Mittwoch eine 61-jährige Frau in der abstürzenden Gondel ums Leben gekommen. Zwischen Trübsee und Stand hatte sich die Gondel vom Seil gelöst und war den Hang hinunter gestürzt. Als eine der Ursachen für den Unfall vermutet der Seilbahnbauer Garaventa eine starke Windböe, die zur Kollision der Gondel mit einem Mast geführt hat.

Vor dem Unfall hatte die Bahnbetreiberin auf eine von der Seilbahnherstellerin angebotene technische Nachrüstung verzichtet. Norbert Patt, CEO der Titlis-Bahnen, hatte bereits am Sonntag der Nachrichtenagentur Keystone-SDA einen entsprechenden Bericht der «Sonntagszeitung» bestätigt.

«Es war jedoch keine zwingende sicherheitsrelevante Aufforderung zur Nachrüstung», sagte Patt zu Keystone-SDA. «Ich kann Ihnen zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen, was der Grund war, dass wir auf die Einholung eines Angebotes im Jahr 2022 verzichteten haben», so Patt weiter.

Kommentare

User #1974 (nicht angemeldet)

Früher wurde gesagt bei Wind sollte die Gondel mit maximalem Gewicht fahren, das heißt 4 oder 6 Leute drin, das der Wind die Gondel nicht ins schwanken bringen kann. Deshalb Frage ich mich Wiso bei dieser Gondel nur eine Frau drin war ???

User #3177 (nicht angemeldet)

Wenn eine Gondel oder ein Sässeli vom Tragseil gerissen wird, so braucht es sehr grosse Zugkräfte. Wieso werden diese Kräfte im Antrieb nicht registriert und eine Notabschaltung ausgelöst?

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