St. Gallen hält Mindestabstände zu Windrädern für unzulässig

Der Kanton St. Gallen lehnt feste Mindestabstände zwischen Siedlungen und Windkraftanlagen ab.

Windräder
Der Kanton St. Gallen lehnt Mindestabstände zwischen Siedlungen und Windenergieanlagen ab.(Symbolbild) - Jan Woitas/dpa

Der Kanton St. Gallen hält festgeschriebene Mindestabstände zwischen Siedlungen und Windenergieanlagen für unzulässig.

Entsprechende Bestimmungen in Baureglementen der Gemeinden könnten nicht genehmigt werden, so das Amt für Raumentwicklung und Geoinformation.

In mehreren St. Galler Gemeinden wurden und werden gegen den Bau von Windenergieanlagen in Siedlungsnähe kommunale Initiativen zur Festschreibung eines Mindestabstands zwischen Windenergieanlagen und Siedlungen lanciert.

Gemeindeinitiativen im Widerspruch zu kantonalen Vorgaben

Nun kam das Amt für Raumentwicklung und Geoinformation in einer Einschätzung zum Schluss, dass solche Abstandsbestimmungen in den Baureglementen der Gemeinden nicht genehmigungsfähig sind. Dies schrieb das Bau- und Umweltdepartement am Dienstag in einer Mitteilung.

«Über diese Einschätzung hat das Amt für Raumentwicklung und Geoinformation sämtliche St.Galler Gemeinden informiert», hiess es im Communiqué weiter.

Auswirkung auf die Gemeinde Au

Auswirkungen hat die Einschätzung etwa auf die Gemeinde Au. Nach einer Abstimmung im Februar sollte eine Abstandsregel in das Baureglement aufgenommen werden.

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Kommentare

User #4317 (nicht angemeldet)

Windenergieanlagen liefern Winterstrom für die Schweiz. Für Windenergieanlagen sind die Wintermonate die ertragreichsten. An sonnigen Tagen ist es in den Bergen nur selten windstill. Während der Wind nachmittags das Tal hinauf in Richtung Berg weht, strömt jeweils in der Nacht und am Morgen kühle Luft aus den Bergen ins Tal. Dann weht in der Schweiz der meiste Wind und es können grosse Mengen Strom produziert werden. Österreich, wie die Schweiz ein Alpenland, macht es vor. Dort fallen bereits 12% des Strommix auf Windenergie. In der Schweiz sind es weniger als 0,5%. Im Rahmen starker Tiefdruckgebiete können in der ganzen Schweiz Windgeschwindigkeiten von 100 km/h und mehr auftreten und mehrere Stunden bis Tage anhalten. Die Windgeschwindigkeit hat in den vergangenen Jahren weltweit um gut 7% zugenommen. Die Schweiz weist im Jura, in den Voralpen, auf einigen Graten und in einigen Tälern der Alpengünstige günstige Standorte auf. In der Schweiz werden Windrichtung und -stärke stark von der Topografie beeinflusst, vor allem in den Alpen. Der Windpark Juvent auf dem Mont Crosin deckt den Haushaltstromverbrauch von rund 70'000 Personen. Unter Berücksichtigung von Naturschutz und Klimaschutz sind 215 bis 310 Windenergie-Anlagen in der Schweiz sinnvoll und realisierbar.

User #2064 (nicht angemeldet)

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