Feuerwehr

Spinnen halten Luzerner Feuerwehr auf Trab

Keystone-SDA
Keystone-SDA

Luzern,

Die Brandmelder auf der Luzerner Kapellbrücke spielen mutmasslich wegen kleinen Spinnen verrückt: Sie lösen Fehlalarm um Fehlalarm aus. Nun will die Stadt Abhilfe schaffen.

Ein Teil der Kapellbrücke ist 1993 abgebrannt. Versengte Teile erinnern noch heute an die Katastrophe. (Archivaufnahme)
Ein Teil der Kapellbrücke ist 1993 abgebrannt. Versengte Teile erinnern noch heute an die Katastrophe. (Archivaufnahme) - KEYSTONE/URS FLUEELER

Letztmals wegen eines Brandalarms auf die Holzbrücke gerufen wurde die Feuerwehr am 1. und 2. August, wie am Freitag ein Blick auf die Einsatzliste zeigt. Beide Male bestand für das 660 Jahre alte Wahrzeichen keine Gefahr.

Die Feuerwehr rückte 2026 bereits 19 Mal wegen angeblichen Bränden auf der Kapellbrücke aus. Vermutet wird, dass die Brückenkreuzspinne die Fehlalarme auslöst. Diese hält sich mit Vorliebe auf Bauwerken am Wasser auf. Die quer über die Reuss führende, 200 Meter lange Holzbrücke mit ihrem Dach und ihren Giebelbildern scheint für diese Spinne der ideale Lebensraum zu sein.

Die kleinen achtbeinigen Tiere krabbeln auch in die auf der Brücke installierten Brandmelder. In diesen lösen sie oder ihre Netze den Alarm aus. Netze ausserhalb des Brandmelders verursachten keinen Alarm, erklärte Guido Hürlimann, Projektleiter Erhaltungsmanagement Stadt Luzern, auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

Aus Katastrophe gelernt

Insgesamt gibt es auf der Kapellbrücke 37 Rauchmelder. Diese waren nach dem Brand des Wahrzeichens 1993 installiert worden. Die Fehlalarme verteilten sich über alle Abschnitte der Brücke, erklärte Feuerwehrkommandant Thomas Lang auf Anfrage.

Die Stadt will nun wissen, ob tatsächlich die Spinnen die Alarme auslösen, wie Hürlimann erklärte. Er bestätigte damit eine Meldung der Luzerner Zeitung.

Die Brandmelder, die einen Alarm ausgelöst hätten, würden gesammelt, führte Hürlimann aus. Anschliessend würden sie vom Lieferanten geöffnet und analysiert. «Die ersten Analysen bestätigen den Verdacht, dass Spinnen das verursachende Element sind», erklärte er.

Alarmsaison bald vorbei

Wie das Problem der vielen Fehlalarme gelöst werden könnte, ist offen. Die biologisch grösste Aktivität im Brückengebälk finde in den Sommermonaten statt, erklärte Hürlimann. Ziel sei es, bis nächsten Frühsommer Massnahmen umzusetzen, welche die Anzahl der Fehlalarme stark reduzieren.

Die Fehlalarme verursachen der Stadt Luzern keine direkten Kosten. Druck auf die Stadt ausgeübt hat die Feuerwehr nach eigenen Angaben nicht. Stadt und Feuerwehr hätten indes ein Interesse, die Ursache der Fehlalarme zu kennen, erklärte Lang.

Mehr zum Thema:

Kommentare

User #6531 (nicht angemeldet)

Spinnen oder Spinner?

Weiterlesen

de
193 Interaktionen
Einer von euch?
de
163 Interaktionen
Ueli Schmezer

MEHR FEUERWEHR

Feuewehr Viktoria
Feuerwehr Viktoria
wohnungsbrand
Arbon
Aigle VD

MEHR AUS STADT LUZERN

4 Interaktionen
Waldbrandgefahr
Kanton Luzern
Kanton Luzern
FCL
1 Interaktionen
Wegen Verletzung
zVg
1 Interaktionen
Fahrplanwechsel