Wegen der Corona-Krise könnten bis zu 60'000 mehr Menschen Sozialhilfe benötigen. Die Schweizerische Konferenz für Sozialhilfe (Skos) ist besorgt.
Lohn aargauer Spitalangestellte
Banknoten - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Nach der Corona-Krise könnten weitere 60'000 Menschen Sozialhilfe benötigen.
  • Besonders schlimm betroffen sind Selbstständig-Erwerbende.

Nach der Corona-Krise könnte es eine Explosion bei Sozialhilfe-Empfänger geben. «Wir befürchten eine starke Zunahme der Anzahl Menschen, die Hilfe in Anspruch nehmen müssen.» So Christoph Eymann, Präsident der Schweizerischen Konferenz für Sozialhilfe (Skos), im Interview mit der SRF Sendung «ECO».

Momentan gibt es in der Schweiz 270'000 Sozialhilfebezüger. Die Skos rechne im besten Fall mit etwa 36'000 mehr, schlimmstenfalls mit 55'000. Die Zahl wurde nun auf 60'000 Personen korrigiert. Stark betroffen sind vor allem Selbstständig-Erwerbende.

Karin Bortoletto von der Winterhilfe Schweiz ist besonders beeindruckt davon, wie kämpferisch sich manche versuchen durchzuschlagen. «Es gab Leute, die tagelang vor unserem Formular sassen, bis sie es ausgefüllt hatten,» sagte sie gegenüber SRF.

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