So bleibt Ägerisee frei von Quaggamuschel!
Der Ägerisee ist frei von Quaggamuscheln und das soll auch so bleiben. Vor dem Einwassern gibt es daher so einiges zu beachten.

Gebietsfremde Tiere und Pflanzen, sogenannte Neobiota, kommen auch in den Schweizer Gewässern vor. Oft werden sie unbemerkt durch den Menschen verbreitet und beispielsweise mit Booten, Wassersport- oder Fischereimaterial von einem Gewässer zum nächsten verschleppt.
Auch aus Aquarien oder Gartenteichen gelangen immer wieder gebietsfremde Tiere oder Pflanzen in unsere Gewässer.
Vorbeugung ist entscheidend
Gebietsfremde Arten können ökologische sowie wirtschaftliche Schäden in Millionenhöhe anrichten. Sind diese Arten, wie die Quaggamuschel, erst einmal in einem Gewässer angekommen, können sie nicht mehr entfernt oder eingedämmt werden.

Deshalb werden der Ägeri- und der Zugersee mit verschieden Massnahmen vor aquatischen Neobiota geschützt.
Massnahmen zum Schutz der Zuger Gewässer
Die Quaggamuschel kann sich sowohl als erwachsenes Tier, das an Gegenständen haftet, als auch als winzige Larve in einem Wassertropfen verbreiten.
Daher ist es wichtig, alle Gegenstände, die in einem Gewässer verwendet wurden, gründlich zu reinigen und vollständig zu trocknen, bevor sie in einem anderen Gewässer verwendet werden.
Schutz vor invasiven Arten bleibt zentral
2024 wurde die Quaggamuschel im Zugersee nachgewiesen. Dennoch ist es wichtig, die bisherigen Massnahmen zum Schutz vor gebietsfremden Organismen weiterhin konsequent umzusetzen. Einerseits könnten weitere invasive Arten, die noch nicht im Zugersee vorkommen, das Gewässerökosystem erheblich gefährden.
Andererseits muss verhindert werden, dass sich bereits eingeschleppte Arten in andere Gewässer ausbreiten. Im Ägerisee ist die Quaggamuschel bisher nicht nachgewiesen worden, deshalb steht er unter besonderem Schutz.
Alle Seenutzenden sind gesetzlich verpflichtet, ihre Ausrüstung vor dem Einsatz im Ägerisee gründlich zu reinigen.
Hinweis
Dieser Artikel ist zuerst in der «Zuger Woche» erschienen.








