Das Covid-Zertifikat wird seit dem 7. Juni ausgestellt. Bisher weist es noch zahlreiche mögliche Schwachstellen auf – das sei aber «normal».
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Das Schweizer Covid-Zertifikat auf Papier kann mittels einer App eingescannt und so auf das Mobiltelefon geladen werden. (Archivbild) - sda - KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER

Das Wichtigste in Kürze

  • Das NCSC findet beim Covid-Zertifikat bislang 136 potenzielle Schwachstellen.
  • Der Befund sei jedoch als «normal» einzustufen.
  • Ein Teil der Probleme konnte bereits behoben werden.

Sicherheitstests zum Covid-Zertifikat haben laut dem Bund bislang 136 mögliche Schwachstellen aufgedeckt. Angesichts der umfangreichen Menge an Programmiercodes und Infrastrukturen sei die Zahl der Befunde als «normal» einzustufen. Dies teilte das Nationale Zentrum für Cybersicherheit (NCSC) am Donnerstag auf seiner Webseite mit.

In einem 16-seitigen Bericht gibt die Behörde einen Überblick zu den bis letzter Woche gemeldeten Schwachstellen. Mehrere kritische Mängel würden noch analysiert und aus Sicherheitsgründen vorerst nicht veröffentlicht, hiess es.

Teilweise wurden die gemeldeten Probleme bereits behoben. Teils besteht laut NCSC kein Handlungsbedarf, da die Entwicklung nach expliziten nationalen oder europäischen Vorgaben durchgeführt wurde. Oder aber es handelte sich vereinzelt um Fehleinschätzungen der Meldenden.

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Das Covid-Zertifikat ist derzeit Voraussetzung fürs Stadion und mehr. - keystone

Härtetest läuft seit Mai

Getestet wurden unter anderem Systeme und deren Komponenten rund um das Ausstellen der Covid-Zertifikate. Ferner Dienste für die dezentrale Offline-Überprüfung gesperrter Zertifikate. Aber auch die mobilen Apps für Zertifikatsinhaber sowie für die elektronische Überprüfung der ausgestellten Zertifikate.

Der sogenannte Public Security Test lief auch nach der Einführungsphase der Covid-Zertifikate weiter. Seit Ende Mai wird das System in einem öffentlichen Test durch Fachleute und interessierte Personen einem Härtetest unterzogen.

Zertifikat seit 7. Juni ausgestellt

Covid-Zertifikate werden in der Schweiz seit dem 7. Juni ausgestellt. Sie dokumentieren eine Covid-19-Impfung, eine durchgemachte Erkrankung oder ein negatives Testresultat.

Das Zertifikat wird den Betroffenen in Papierform oder als PDF-Dokument mit einem QR-Code ausgestellt. Es enthält unter anderem Name, Vorname und Geburtsdatum der Zertifizierten.

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Das Covid-Zertifikat auf einem Handy. - Keystone

Wer in der Schweiz an gewissen Grossveranstaltungen ab tausend Personen teilnehmen besuchen will, muss ein Zertifikat vorweisen. Zugang erhalten nur Geimpfte, Genesene oder negativ Getestete. Das Zertifikat gilt auch für Clubs, Discos und Tanzveranstaltungen.

Damit sollen weitere Ansteckungen verhindert werden. Die Zertifikate können Reisende auch bei Kontrollen zur Einreise in der Schweiz oder in andere Länder vorweisen.