Schweizern im Ausland droht die Corona-Blockade

    Antun Boskovic
    Antun Boskovic

    Bern,

    Der Bundesrat hat Schweizer Reisende am Montag dazu aufgerufen, sofort heimzukehren. Das EDA warnt nun, dass sie sonst irgendwo stranden könnten.

    Touristen Flughafen
    Tausende Touristen stecken derzeit an Flughäfen auf der ganzen Welt fest (Symbolbild). - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • In der Schweiz gilt seit Dienstag die ausserordentliche Lage.
    • Der Bund warnt Schweizer Reisende, dass sie wegen der Coronakrise stecken bleiben könnten.

    Das Coronavirus sorgt für eine weltweite Krise. Immer mehr Länder schliessen die Grenzen und rufen den Notstand aus. Auch in der Schweiz ist die ausserordentliche Lage seit Dienstag in Kraft.

    Coronavirus Reisende EDA
    Flüge von Tokio nach Zürich sind derzeit noch buchbar. Wie hier auf Swoodoo.ch mit Abflug am Samstag, 21. März. - Screenshot Swoodo.ch

    Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga hat an der Pressekonferenz am Montag Schweizer Reisende dazu aufgerufen, so schnell wie möglich heimzukehren. «Dieser Appell hat unterdessen wahrscheinlich und hoffentlich alle Schweizer Touristen erreicht», schreibt Pierre-Alain Eltschinger vom Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) auf Anfrage. «Zuwarten birgt die Gefahr, irgendwo auf der Welt blockiert zu werden.»

    Die Lage sei derzeit je nach Destination oder Land unterschiedlich. So könne man von Japan und Hongkong zum Beispiel noch relativ problemlos zurückfliegen. «In anderen Ländern, wie zum Beispiel in Peru, ist dies aufgrund von geschlossenen Grenzen und unterbrochenen Fluglinien bedeutend schwieriger.»

    Coronavirus EDA Reisende
    Ein aktuell häufig zu sehendes Bild: Ein beinahe leerer Flughafen. - Keystone

    Komme hinzu, «dass es in Peru aufgrund von Restriktionen schwierig bis unmöglich ist aus den Provinzen in die Hauptstadt Lima zu gelangen».

    Reisende können sich nicht auf vom EDA organisierte Sonderflüge verlassen

    Der Bund könne für allfällige Zusatzkosten nicht aufkommen. Reisende sollten sich an ihre Reiseversicherung wenden. Schweizer im Ausland könnten sich auch nicht einfach auf eine vom EDA organisierte Ausreise verlassen.

    Coronavirus Reisende EDA
    Aus Peru fliegen derzeit keine Flugzeuge mehr ins Ausland. Auch an den anderen Märztagen nicht, trotz den irreführenden angezeigten Preisangeboten. - Screenshot ebookers.ch

    «Der Bund kann im Rahmen seiner Möglichkeiten und nach dem Grundsatz der Verhältnismässigkeit Hilfe und subsidiäre Unterstützung leisten», so Eltschinger. Der Bund könne die Bestimmungen der lokalen Behörden nicht ignorieren und diese müssten von den Reisenden respektiert werden.

    Coronavirus
    Die «Grand Princess» im Hafen von Oakland. - AFP/Archiv

    Es gebe aber Fälle, in denen Sonderflüge in Betracht gezogen werden könnten. «Entweder direkt vom EDA organisiert, wie im Fall des Kreuzfahrtschiffes ‹Grand Princess›. Oder in Zusammenarbeit mit Drittländern, wie bei zwei Rückflügen aus Wuhan nach Frankreich», erklärt Eltschinger.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    Coronavirus
    1'195 Interaktionen
    Corona-Ticker
    Analgetikum Schmerzmittel
    1'004 Interaktionen
    Nur noch 1 Packung

    MEHR AUS STADT BERN

    Harris
    31 Interaktionen
    Besuch in Bern
    Europarat Bundesstadt Marieke Kruit
    48 Interaktionen
    Kruit reagiert
    Parkieren
    74 Interaktionen
    Preisvergleich
    Marc Käppeli
    1 Interaktionen
    Marc Käppeli