Manch einer hat sich heute Morgen die Augen gerieben. In mehreren Schweizer Städten lag Schnee – doch eben kein richtiger, wie der Meteorologe erklärt.
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In Zürich oder Bern wundert man sich über Fake-Schnee. - Instagram/zVg

Das Wichtigste in Kürze

  • In mehreren Schweizer Städten lag am Donnerstagmorgen «Industrie-Schnee».
  • Dieses Phänomen taucht bei Hochnebel und Temperaturen um Null Grad auf.
  • Von richtigem Schnee im Flachland fehlt noch länger jede Spur.
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Ist es Schnee? Ist es Tau? Oder sind wir noch am träumen? Der Donnerstagmorgen brachte für viele Leser eine Überraschung: Auf den Strassen in Bern oder Zürich lag Schnee.

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Ein Leser entdeckte den Fake-Schnee in Liebefeld BE.
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Er sieht aus wie richtiger Schnee – ist jedoch nur ein Fake.
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In Industriegebieten taucht der Fake-Schnee häufiger auf.

Doch eben kein richtiger, wie Meteorologe Roger Perret von «Meteonews» erklärt.

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Auch Studenten der Zürcher ETH wundern sich über den Schnee. - Screenshot Instagram

«Das Phänomen ist nicht selten, es taucht bei Hochnebel und Temperaturen um den Gefrierpunkt auf.» Dies besonders an Orten mit Schadstoff-Quellen, wenn also viel Feinstaub oder Aerosol-Abgase in der Luft liegen. Darum nennen Meteorologen ihn auch «Industrie-Schnee».

Der richtige Schnee lässt auf sich warten

«Doch nicht nur in Industriegebieten kann dieser Fake-Schnee fallen», sondern überall mit hoher Nebeldecke und Temperaturen um Null Grad. Gefährlich oder schädlich ist der Schnee nicht, «er weist lediglich eine andere Form auf, da er weniger Zeit hat um sich zu bilden», erklärt Perret.

Doch mit dem Schnee-Gefühl ist es schon bald wieder vorbei, die nächsten Tage gibt es kaum mehr Nebel. Dafür richtigen Schnee? Perret winkt ab: «Von dem fehlt vorläufig jede Spur, nächste Woche erwartet uns viel Wind und Regen.»

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