Schweizer Tourismusanbieter verzeichnen für den Sommer 2021 aktuell 14,5 Prozent mehr Buchungen als im Vorjahr. Viele zeigen sich zuversichtlich.
Schweizer Tourismus
Hotels erwarten guten Sommer. (Archivbild) - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Tourismus-Branche leidet unter den Auswirkungen der Corona-Pandemie.
  • Viele Schweizer Tourismusanbieter sind für diesen Sommer jedoch zuversichtlich.
  • Aktuell liegen die Buchungen um 14,5 Prozent über dem Vorjahresniveau.

Nach dem Absturz wegen der Corona-Pandemie im vergangenen Jahr erwarten Schweizer Tourismusanbieter für diesen Sommer wieder einen Aufschwung. Die Buchungsstände liegen aktuell um 14,5 Prozent über dem sehr schwachen Vorjahresniveau. Dies teilte die Branchenorganisation Schweiz Tourismus am Freitag anhand einer Umfrage unter den Ferienanbietern mit. Zahlreiche Schweizer Tourismusunternehmer würden vorsichtig optimistisch auf die kommende Sommerferienzeit blicken, hiess es.

Viele dieser Buchungen erfolgten ausserordentlich früh. Dies führe dazu, dass beliebte Destinationen und Unterkünfte bereits sehr gut gebucht seien. Viele Feriengäste planten längere Aufenthalte. Dies, weil in den Destinationen ab Sommer auch ausserhalb der Hotels wieder Angebote wie Wellness, Kultur und Gastronomie verfügbar seien.

Schweizer Hotels
Die Schweizer Fahne weht im Wind auf dem Dach eines Hotels. - Keystone

«Der Nachholbedarf nach Kulinarik, Kultur, Wellness und Ausflügen ist gross», schrieb Schweiz Tourismus. Die absehbare Wiederöffnung der Innenräume von Restaurants sorge für Erleichterung und Optimismus. Zwar könnten die Restaurants wegen der Kapazitätsbeschränkungen weniger Gäste bewirten, diese gäben allerdings mehr aus, erklärte ein Gastronom.

Mehr europäische Gäste als 2020 erwartet

Über die Hälfte der Befragten erwarten eine weitere Zunahme der Kurzfristigkeit der Buchungen. Ebenso wie eine grosse Beliebtheit von Kurztrips und Ausflügen. Dies trotz der vielen Frühbuchungen. Bei Kurztrips und Ausflügen rechne man gar mit einem Plus von einem Fünftel.

«Dadurch erhält das Wetter diesen Sommer eine besonders hohe Bedeutung», schrieb Schweiz Tourismus weiter.

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Touristen gehen auf einem Stück Schnee vor dem Matterhorn. - Keystone

Viele Anbieter zuversichtlich, auch in diesem Jahr überdurchschnittlich viele Schweizer Gäste im Inland ihre Sommerferien verbringen würden. Dies nach den Erfahrungen des letzten Sommers. Knapp 55 Prozent der Befragten rechneten damit, dass sich bei den Einheimischen der Trend zum Entdecken anderer Sprachregionen verstärken werde. Wandern, Velofahren und Campen dürften nach dem Boom im vergangenen Jahr nochmals an Bedeutung zulegen.

Fast die Hälfte der Befragten rechnet mit mehr europäischen Gästen als im Vorjahr. Diese dürften vor allem aus Deutschland, Frankreich, den Benelux-Staaten und Grossbritannien kommen, schrieb Schweiz Tourismus.

Grossveranstaltungen und Kongresse als grosse Hoffnung

Für Ungewissheit in der Branche sorge allerdings, dass die Schweizer auch wieder ins Ausland in die Ferien fahren könnten. «Es lässt sich noch nicht abschätzen, wie weit diese durch zusätzliche Gäste aus dem Ausland aufgewogen werden können», hiess es.

Grosse Hoffnungen setzt die Branche auf Grossveranstaltungen und Kongresse. Diese würden «sehnlichst erwartet», damit das Geschäft gerade in den stark betroffenen Städten wieder rund laufe, schrieb Schweiz Tourismus: «Die Tourismusbranche erwartet deshalb eine rasche Lockerung der Veranstaltungsobergrenzen und der Reiserestriktionen.»

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