Schweizer Museen geben Nigeria bedeutende Benin-Bronzen zurück

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Bern,

Der Bund und drei Schweizer Museen haben insgesamt 23 Kulturgüter an Nigeria zurückgegeben. Darunter befinden sich 18 sogenannte Benin-Bronzen, die Ende des 19. Jahrhunderts aus dem ehemaligen Königtum Benin geraubt wurden.

Kulturministerin Elisabeth Baume-Schneider (rechts) und ihre nigerianische Amtskollegin Hannatu Musa Musawa unterschrieben in Lagos eine bilaterale Kulturgütervereinbarung.
Kulturministerin Elisabeth Baume-Schneider (rechts) und ihre nigerianische Amtskollegin Hannatu Musa Musawa unterschrieben in Lagos eine bilaterale Kulturgütervereinbarung. - KEYSTONE/EPA/ANTHONY ANEX

Die offizielle Übergabe fand am Montag in der nigerianischen Hafenstadt Lagos statt, wie das Bundesamt für Kultur (BAK) mitteilte. Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider und Nigerias Kulturministerin Hannatu Musa Musawa unterzeichneten zudem ein Abkommen gegen den illegalen Handel mit Kulturgütern.

14 Benin-Objekte kamen aus dem Völkerkundemuseum der Universität Zürich, zwei aus dem Museum Rietberg in Zürich und zwei aus dem Musée d’Ethnographie de Genève. Sie wurden nach Erkenntnissen der Provenienzforschung höchstwahrscheinlich 1897 bei einem britischen Angriff geraubt, worauf sie in Museen weltweit gelangten.

Zusätzlich übergab der Bund fünf Artefakte, die im Rahmen von Strafverfahren eingezogen wurden. Die meisten Objekte sollen nun an ihren Ursprungsort im Bundesstaat Edo zurückkehren.

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