Schweizer Haushalte wachsen weiterhin
Seit 1850 hat sich die Bevölkerung der Schweiz verdreifacht, die Zahl der Haushalte aber versiebenfacht. Neue Prognosen sagen auch für die nächsten Jahrzehnte eine rasante Zunahme der Privathaushalte voraus, vor allem der kleineren.
Das Bundesamt für Statistik (BFS) hat
Szenarien für die Jahre 2017 bis 2045 berechnet. Demnach steigt die Anzahl der
Privathaushalte in dieser Periode um fast ein Viertel von heute 3,7 Millionen
auf 4,6 Millionen. Gleichzeitig setzt sich der Trend zu
immer kleineren Haushalten in den kommenden Jahrzehnten fort. Gemäss den
Prognosen wird die durchschnittliche Zahl der Personen pro Haushalt von 2,24
bis 2045 auf 2,18 zurückgehen.
Die Einpersonenhaushalte dürften zwischen 2017
und 2045 um beinahe ein Drittel zunehmen, und zwar von 1,3 auf 1,7 Millionen.
Die Zahl der Zweipersonenhaushalte erhöht sich voraussichtlich von 1,2 auf 1,5
Millionen, was einem Plus von 26 Prozent entspricht. Bei den grösseren Haushalten wird der
Anstieg weniger markant sein. Die Haushalte mit drei oder mehr Personen werden
lediglich um ein gutes Zehntel zunehmen. Sie werden von 1,2 Millionen im Jahr
2017 auf 1,3 Millionen im Jahr 2045 steigen.
Migration
als Hauptursache
Den Hauptgrund für den Haushaltsboom
sieht das BFS in der Migration und dem damit verbundenen Bevölkerungswachstum.
Dass immer mehr Menschen in Kleinhaushalten leben, wird unter anderem auf
weniger Geburten und die steigende Lebenserwartung zurückgeführt.
Das Wichtigste in Kürze
- Die Privathaushalte in der Schweiz sollen in den nächsten 28 Jahren um fast ein Viertel zunehmen.
- Dabei bleibt die Tendenz der immer kleiner werdenden Haushalte bestehen. So dürften die Einpersonenhaushalte um etwa ein Drittel zunehmen.
- Bei grösseren Haushalten ist mit einem geringeren Wachstum zu rechnen.











