Schweizer Armee birgt Dakota Wracks aus Zweitem Weltkrieg

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    Oberhasli,

    Die Schweizer Luftwaffe fängt mit der Bergung des Dakota-Wracks auf dem Gauligletscher an. Seit über siebzig Jahren liegt die Maschine dort.

    Mitglieder der Schweizer Armee entfernen Wrackteile des 1946 abgestürzten US-Kampfflugzeugs C-53 Skytrooper Dakota auf dem Gauligletscher in den Berner Alpen.
    Mitglieder der Schweizer Armee entfernen Wrackteile des 1946 abgestürzten US-Kampfflugzeugs C-53 Skytrooper Dakota auf dem Gauligletscher in den Berner Alpen. - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Armee beginnt mit der Bergung eines Fliegers aus dem 2. Weltkrieg.
    • Das Wrack lag seit 1946 im Gauligletscher BE.

    Die Schweizer Luftwaffe hat am Montag mit der Bergung des Dakota-Wracks auf dem Gauligletscher begonnen. Die US-Militärmaschine musste 1946 im Berner Oberland notlanden, die Passagiere wurden gerettet.

    In den vergangenen Monaten hatte der Gletscher beträchtliche Teile des Wracks zu Tage gefördert. Nun wird das Trümmerfeld aufgeräumt. Bis am (morgigen) Dienstag sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Bis zu zwei Tonnen Material werden anschliessend ins Tal geflogen. Einiges ist aber noch nicht aufgetaucht, zum Beispiel das Cockpit.

    «Wir haben einen Motorenblock mit dem Propeller gefunden, einige Teile vom Flügel und viel Kleinmaterial, Blechteile, Holzteile und auch Wolldecken», sagte Fritz Teuscher, Leiter Gebirgsdetachement, am Montag bei einem Medientermin vor Ort. Rund zehn Personen stehen für die Aufräumarbeiten im Einsatz.

    Grosses Glück bei Notlandung

    Die amerikanische Dakota C-53 war am 19. November 1946 im Nebel vom Kurs abgekommen und konnte mit viel Glück auf dem Gauligletscher notlanden. Eher zufällig wurde die Dakota auf 3350 Metern Höhe gesichtet.

    Aus Flugzeugen wurden Hilfspakete zu den Verunglückten abgeworfen. Die meisten Pakete landeten jedoch in Gletscherspalten.

    In einer beispiellosen Rettungsaktion wagten schliesslich Schweizer Militärpiloten die weltweit erste Rettung im Hochgebirge aus der Luft. Mit zwei Fieseler-Storch-Flugzeugen landeten sie auf dem Gletscher und konnten die zwölf Passagiere der Dakota wohlbehalten nach Meiringen ausfliegen.

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