Schweizer Aktienmarkt nach panikartigem Start nur moderat im Minus

    Keystone-SDA
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    Zürich,

    Der Schweizer Aktienmarkt hat am Freitag deutlich nachgegeben. Nach dem massiven Ausverkauf vor allem von Technologie-Aktien am Vorabend in den USA, kam es auch hierzulande – zumindest in der ersten Hälfte des Handels – zu beinahe panikartigen Verkäufen auf breiter Front. Vom neuen SMI-Allzeithoch bei beinahe 15'100 vom Donnerstag fiel der Leitindex um knapp 500 Punkte auf zeitweise unter 14'600 zurück. Dank einer Aufholjagd am Nachmittag hielten sich die Verluste letztlich aber in Grenzen und die Nerven der Investoren beruhigten sich wieder ein wenig.

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    Der Schweizer Aktienmarkt hat am Freitag deutlich nachgegeben. - keystone

    Nach dem euphorischen Anstieg nach Bekanntwerden der US-Wahlergebnisse am Mittwoch hat die Stimmung an den internationalen Aktienmärkten schnell wieder gedreht. Das übergeordnete Thema ist – seit den Wahlen verstärkt – die Bewertung des Tech-Sektors. Das Tauziehen zwischen politischer Zuversicht und regulatorischen Unsicherheiten dürfte in die nächste Runde gehen, hiess es in einem Analysten-Kommentar. Auf der einen Seite stehe dabei die Erleichterung über das eindeutige Ergebnis bei den US-Zwischenwahlen, auf der anderen Seite die Sorge, dass eine strengere KI-Regulierung für neue Wachstumsbremsen sorge.

    Der SMI gab schliesslich um 1,14 Prozent auf 14'796,50 Punkte nach, wobei bis auf Sandoz alle Titel im roten Bereich schlossen. Im Wochenvergleich ergab sich ein minimales Minus von 0,1 Prozent. Über den sich verziehenden Pulverdampf der US-Wahlen hinweg bleibt festzuhalten, dass der SMI nach dem sehr starken Oktober mit einem Plus von über 7 Prozent weiterhin über dem alten Zwischenhoch von Mitte August notiert.

    An anderen europäischen Börsenplätzen ging es am Berichtstag in ähnlichem Umfang nach unten, oder auch deutlicher wie beim Dax in Frankfurt (-2,0%). In den USA setzten vor dem Wochenende zumindest die Tech-Werte zu einer Erholung an.

    Auch hierzulande hielten sich die Tech-Werte zumindest bis am Nachmittag im Vergleich zu anderen Sektoren relativ stabil bis leicht erholt von den Vortagesverlusten. Aber auch hier sorgte die nervöse Stimmung gegen Handelsende wieder für umgekehrte Vorzeichen. So gaben Logitech (-1,7%) nach ansprechendem Start letztlich leicht mehr nach als der Gesamtmarkt.

    Grösster Verlierer im SMI waren Swiss Re (-4,6% auf 151,95 Fr.). Die Aktie hatte an den beiden Vortagen markant zugelegt, wobei am Donnerstag die starken Quartalszahlen als Treiber fungierten. Gebremst hat in der Folge die Bestätigung des Ratings «Sell» durch die UBS am Donnerstagabend.

    Keine Stütze waren auch die Schwergewichte, von denen Nestlé (-1,6%) noch etwas mehr einbüssten als Roche (PS -0,4%) und Novartis (-0,8%).

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