Schweiz im Visier der USA
Die Schweiz bleibt auf der US-Beobachtungsliste für Währungsmanipulation. Wegen ihrer grossen Handelsüberschüsse mit den USA stehen weitere vier Nationen - China, Deutschland, Japan und Südkorea - unter besonderer Beobachtung der Trump-Administration.

Das Wichtigste in Kürze
- Die Trump-Administration wirft aus Angst vor Währungsmanipulationen ein Auge auf die Schweiz.
- Auch China, Deutschland, Japan und Südkorea stehen unter Beobachtung.
Bereits im Frühling hatte das US-Finanzministerium die milliardenschweren Interventionen der Schweizer Nationalbank (SNB) zur Schwächung des Frankens kritisiert. Die Schweiz solle ihre Eingriffe in den Devisenmarkt darauf beschränken, kurzfristige Höhenflüge des Frankens im Zuge akuter Krisen zu unterbinden.Die SNB war den Vorwürfen damals entgegengetreten: «Wenn wir intervenieren, tun wir das nicht, um der Schweiz Vorteile durch eine unterbewertete Währung zu verschaffen», sagte SNB-Präsident Thomas Jordan in einem Interview.
Der Schweizer Franken gilt bei Investoren als sicherer Hafen und ist daher besonders in turbulenten Zeiten gefragt. Die SNB will eine Aufwertung der aus ihrer Sicht bereits überbewerteten Währung aber mit allen Mitteln verhindern. Denn ein starker Franken macht Schweizer Waren im Ausland teuer und bremst damit die exportorientierte Wirtschaft.
Das US-Finanzministerium erstellt für den Kongress jeweils im April und Oktober einen Bericht, in dem festgestellt wird, ob ein Land seine Währung manipuliert, um Handelsvorteile gegenüber den Vereinigten Staaten zu erlangen. Liefert der Bericht Beweise für Währungsmanipulationen, muss die Regierung Massnahmen treffen.










