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    Schweiz exportiert Waffen für knapp 690 Millionen Franken

    Keystone-SDA
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    Bern,

    Im laufenden Jahr hat die Schweiz bereits Kriegsmaterial im Wert von knapp 690 Millionen Franken exportiert. GSoA und Terre des hommes kritisieren dies stark.

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    Der Bundesrat unterstützt die Forderung aus dem Parlament, vorderhand keine Exporte von Kriegsmaterial und von Dual-Use-Gütern in die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) zu bewilligen. (Symbolbild) - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Schweiz hat dieses Jahr Waffen im Wert von knapp 690 Millionen Franken exportiert.
    • Unter anderem nach Saudi-Arabien wurde Kriegsmaterial exportiert.
    • GSoA und Terre des hommes kritisieren den besorgniserregenden Waffenexport.

    In den ersten neun Monaten des laufenden Jahres haben Schweizer Unternehmen Kriegsmaterial im Wert von knapp 690 Millionen Franken exportiert. In der entsprechenden Vorjahresperiode waren es knapp 500 Millionen Franken gewesen.

    Das ist der am Dienstag veröffentlichten Statistik des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) zu entnehmen. Die grössten Abnehmer von Schweizer Kriegsmaterial waren zwischen Januar und September 2020 Dänemark, Indonesien und Deutschland.

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    Das Logo des Staatssekretariats für Wirtschaft SECO. - keystone

    Auf der aktuellen Liste der Exportländer erscheinen 76 Staaten. Dabei handelt es sich jeweils um das Bestimmungsland – also jenes Land, in dem die Ware gemäss Seco «verwendet oder vor einer allfälligen Wiederausfuhr verarbeitet, veredelt oder sonstwie verarbeitet wird».

    Kritik von GSoA und Terre des hommes

    Unverständnis und Kritik kommen von der Gruppe für eine Schweiz ohne Armee (GSoA) und dem Hilfswerk Terre des hommes. «Das Geschäft mit dem Tod floriert», schrieb die GSoA. «Trotz Corona-Krise könnte 2020 der besorgniserregende Waffenexport-Rekord von 2011 mit 873 Millionen gebrochen werden.»

    Wie bereits seit mehreren Jahren versorge die Schweiz Länder mit Waffen, die an Kriegen beteiligt seien. Saudi-Arabien habe für knapp 3,8 Millionen Franken Schweizer Kriegsmaterial gekauft. Das Land sei massgeblich an der anhaltenden Katastrophe im Jemen beteiligt.

    Dies verdeutliche einmal mehr, wie dringlich die Korrektur-Initiative sei. Diese verlangt, dass kein Schweizer Kriegsmaterial in Bürgerkriegsländer und Kriegsländer exportiert werden darf.

    Waffenexporte nach Brasilien

    Die Entwicklungsorganisation Terre des hommes führt Brasilien ins Feld, wohin Schweizer Rüstungsgüter im Wert von 18 Millionen Franken gingen. In dessen Armenvierteln herrschten «kriegsähnliche Zustände», heisst es in einer Mitteilung. Waffen- und Polizeigewalt nähmen zu.

    Terre des hommes Schweiz unterstütze die Kriegsgeschäfte-Initiative, über die am 29. November abgestimmt wird. Sie will verhindern, dass Schweizer Geld in die Finanzierung von Kriegsmaterial fliesst.

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