Die Entgleisung eines Zuges der Rhätischen Bahn (RhB) auf der Albula-Strecke ist auf den rutschenden Berghang ob Brienz GR zurückzuführen. Dies gab das Bahnunternehmen am Freitag bekannt. Zwei Tage nach dem Unfall wäre eine Sanierung geplant gewesen.
Ein Zug der RhB auf der Albulalinie in der Nähe von Bergün GR.
Ein Zug der RhB auf der Albulalinie in der Nähe von Bergün GR. - Keystone

Das Problem sei schon länger bekannt, erklärte Christian Florin, Leiter Infrastruktur bei der RhB, in der SRF-Radiosendung «Regionaljournal Graubünden».

Die Strecke zwischen Tiefencastel und Filisur sei unter Beobachtung. Dreimal jährlich richte die RhB die Gleise wieder. Jetzt sei die Natur aber zuvorgekommen.

Am Mittwochmorgen vor dem Unfall stellte die RhB ungleichmässige Bewegungen am Gleis fest, wie Florin weiter ausführte. Die Kräfte hätten das Gleis zum Einknicken gebracht. Deshalb habe man das Fahrtempo an der Stelle von 50 auf 30 Kilometer pro Stunde reduziert.

Am Nachmittag sprangen dennoch zwei Wagen einer sechsteiligen Komposition aus den Schienen. Verletzt wurde niemand. Die Strecke war eineinhalb Tage unterbrochen.

Die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle (Sust) leitete eine Untersuchung zum Unfall ein. Weiter wollte die RhB mit dem Kanton Graubünden Lösungsansätze für die Bahnstrecke prüfen.

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