«Riesige Misere»: Preise von Futter für Rinder und Co. explodieren

Sina Barnert
Sina Barnert

Solothurn,

Die Hitzewelle in der Schweiz bringt auch Trockenheit mit sich. Das setzt den Landwirten zu. Mittlerweile wird Futter für Nutztiere immer teurer – und knapper.

Futter
Tierfutter wird wegen der anhaltenden Hitze und Trockenheit in der Schweiz immer teurer. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Seit Wochen ist es in der Schweiz heiss und trocken.
  • Das setzt den Feldern der Bauern zu, mittlerweile ist auch der Tierfuttermarkt betroffen.
  • Für Heu zahlt man aktuell rund 40 Prozent mehr als noch im Winter. Und es wird knapp.
  • Ein Solothurner Futtermittelhändler warnt.

Die Hitzewelle bringt der Schweiz nicht nur schweisstreibende Temperaturen, sondern auch viel Trockenheit.

Das spüren auch die Landwirte. Sie erklärten unlängst auf Nau.ch: «Der Einfluss einer anhaltenden Trockenheit auf die Landwirtschaft ist gross.»

Denn: Vor allem Ackerkulturen wie Kartoffeln, Zuckerrüben, Sonnenblumen oder Brotweizen seien auf ausreichend Feuchtigkeit im Boden angewiesen.

Preisaufschläge von 40 Prozent auf Tierfutter

Es gebe zwar aktuell noch keine Ernteausfälle. Doch das anhaltend heisse und trockene Wetter sei besorgniserregend.

Mittlerweile ist die Trockenheit aber nicht nur für die Ackerkulturen ein Problem. Sie führt auch zunehmend zu Problemen auf dem Schweizer Markt für Raufutter, also Nahrung für Rinder und andere Nutztiere.

Gegenüber dem «Schweizer Bauer» sprechen Tierhalter und Futterhändler von einer angespannten Versorgungslage. Die Preise würden aktuell deutlich steigen.

So beispielsweise beim Bodenheu. Dieses kostete im vergangenen Winter pro 100 Kilogramm weniger als 25 Franken. Inzwischen bezahlt man jedoch bereits rund 35 Franken – ein Preisaufschlag von satten 40 Prozent.

Solothurner Futtermittelhändler: «Das gibt eine riesige Misere»

Das grosse Problem: Nicht nur die Schweiz kämpft mit Hitze und Trockenheit. Grosse Teile Westeuropas ächzen unter hohen Temperaturen und fehlendem Niederschlag.

«Das gibt eine riesige Misere», warnt im «Schweizer Bauer» Futtermittelhändler Thomas Flury aus Feldbrunnen SO. «Ich habe Respekt und fast Angst davor.»

Bereiten dir Hitze und Trockenheit Sorge?

Denn: Auch Importraufutter, das aus Deutschland, Italien und Frankreich kommt, wird rarer und teurer. «Belüftungsheu gibt es in der Schweiz wenig bis gar nicht zu kaufen», so Flury.

Was man kaufen könne, liessen sich die Verkäufer teuer bezahlen. Mit 10 Franken mehr als im letzten Jahr, weil alles so trocken sei.

Zudem würde minderwertiges Heu aus dem Ausland gar nicht mehr in die Schweiz verkauft werden. Stattdessen seien es die lokalen Kühe, die es zu fressen bekämen.

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Kommentare

User #5880 (nicht angemeldet)

PFAS-Wurst! Der Rest ist für die Hunde.

User #2036 (nicht angemeldet)

Nicht nur Heu wird knapp werden. Auch Gemüse und Obst. Wer einen Garten hat erkennt die Not.

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