Das Fedpol hat Massnahmenkritiker Robin Spiri einen mahnenden Brief geschrieben – weil er Bundesrat Alain Berset auf seine Direktnummer angerufen hatte.
Alain Berset
Nach einem Anruf bei Alain Berset hat ein Skeptiker Fedpol-Post bekommen. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Gesundheitsminister Alain Berset steht unter Massnahmengegnern heftig in der Kritik.
  • Nun hat ein Skeptiker ihn auf seine Direktnummer angerufen – mit Konsequenzen.
  • In einem Brief fordert ihn das Fedpol, dazu auf, solche Aussagen künftig zu unterlassen.
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Der bekannte Massnahmengegner Robin Spiri hat nach einer Telefon-Aktion einen Brief des Bundesamts für Polizei Fedpol erhalten. Die Mitteilung flatterte Spiri gestern Samstag ins Haus – Hintergrund: Ein Anruf auf die Direktnummer von Gesundheitsminiter Alain Berset.

Das Schreiben veröffentlichte Spiri auf Telegram. Darin erklärt das Fedpol, es habe Kenntnis «vom Telefonanruf von der Rufnummer (...) auf den Telefonanschluss von Herrn Bundesrat Berset vom 3.11.2021. Die Telefonnummer lautet auf Sie».

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Diesen Brief postete Massnahmenkritiker Robin Spiri auf Telegram. - Telegram

Weiter steht in dem Brief: «Uns ist bewusst, dass die Covid-19-Situation belastend ist und die Entscheide unserer Landesregierung nicht immer für alle Personen nachvollziehbar sind.»

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Dann weist das Fedpol Spiri darauf hin, dass diese Handlung Straftatbestände des Schweizerischen Strafgesetzbuches erfülle. Sie könne zu einer Strafuntersuchung führen. Obwohl unklar ist, was am Telefon gesagt wurde, wird der Skeptiker aufgefordert, «solche Aussagen künftig zu unterlassen».

Auf Telegram kommentiert Spiri: «Bitte sagt mir, dass das versteckte Kamera ist. Ich wollte Alain Berset nur persönlich zum Kafi einladen.»

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