Die Eidgenössische Kommission gegen Rassismus (EKR) macht Verschwörungstheorien als Treiber rassistischer Einstellungen und Diskussionen dingfest.
Nach Ansicht einiger Demonstranten gehört die Coronapandemie zu einem Plan von Microsoft-Gründer Bill Gates ... Foto: Christophe Gateau/dpa
Nach Ansicht einiger Demonstranten gehört die Coronapandemie zu einem Plan von Microsoft-Gründer Bill Gates ... Foto: Christophe Gateau/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Zu Pandemie-Zeiten kursieren die wildesten Verschwörungstheorien.
  • Die Rassismuskommission warnt nun vor einer Zunahme der Diskriminierung.
  • Stereotypen und Vorurteile müssten bekämpft werden.

In Krisenzeiten grassieren Verschwörungstheorien, falsche «Fakten» und Rassismus. Die Eidgenössische Kommission gegen Rassismus (EKR) macht Verschwörungstheorien als Treiber rassistischer Einstellungen und Diskussionen dingfest.

Um diese Theorien anzugehen, müssten Stereotype und Vorurteile bekämpft werden. Dies hält die Kommission in ihrem am Montag erschienenen Magazin «Tangram fest», in dem sie Experten zu Wort kommen lässt. Gerade Gruppen, die Rassismus und Rassendiskriminierung am meisten ausgesetzt sind, werden zu den ersten Opfern der Verschwörungsszene und der Falschinformationen.

Ferienangebote für Verschwörer

In der Ausgabe der Zeitschrift nimmt ein Fachmann Verschwörungsmythen wie die «Protokolle der Weisen von Zion» aufs Korn. Allen gemeinsam ist, dass sie nicht vom Himmel fallen und eine lange Vorlaufzeit brauchen, um ins allgemeine Bewusstsein zu dringen. Dabei spielen gesamtgesellschaftliche Krisen die entscheidenden Rolle. Und die Verschwörungsmythen können zu Gewalt führen.

Corona-Gegner
Ein Teilnehmer trägt auf dem Cannstatter Wasen in Stuttgart eine Warnweste mit der Aufschrift «Corona Diktatur stoppen». Foto: Christoph Schmidt/dpa - dpa-infocom GmbH

Die Rolle des Internets beleuchtet ein weiterer Artikel in «Tangram». Darin baut sich die Verschwörerszene eine eigene Welt mit Influencern, Videokanälen, Online-Shops, Festivals bis hin zu Ferienangeboten auf. Die Akteure arbeiten eng zusammen und beziehen sich aufeinander.

Um gegen Verschwörungsmythen und Falschinformationen vorzugehen, hält die EKR eine Förderung der Medienkompetenz für nötig. Umfassende Grundlagenarbeit müsse zur Demaskierung der Mythen und Falschinformationen führen.

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