Heute beginnt vor dem Bundesstrafgericht in Bellinzona der Prozess gegen Andrea Stauffacher. Ihr werden zahlreiche Delikte vorgeworfen.
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Andrea Stauffacher an einer unbewilligten Demo im Jahr 2016. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Vor dem Bundesstrafgericht beginnt heute der Prozess gegen Andrea Stauffacher.
  • Es werden ihr verschiedenen Delikte vorgeworfen.

Vor dem Bundesstrafgericht in Bellinzona beginnt heute der Prozess gegen Andrea Stauffacher. Ihr werden Beschimpfung, Gefährdung durch Sprengstoffe und giftige Gase in verbrecherischer Absicht, Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte, Hinderung einer Amtshandlung, unbefugter Verkehr sowie Verstoss gegen die Covid-19-Verordnung 2 vorgeworfen.

Wie aus der Anklageschrift hervorgeht, wird Andrea Stauffacher beschuldigt, im Januar 2017 zusammen mit einer unbekannten Täterschaft eine Feuerwerksbatterie und zwei Horror-Knall-Raketen auf das Gebäude des Generalkonsulats der Republik Türkei an der Weinbergstrasse in Zürich abgefeuert zu haben.

Gewalt gegen Beamten

Dabei habe sie vorsätzlich und in verbrecherischer Absicht Leib und Leben von Menschen sowie fremdes Eigentum in Gefahr gebracht. An einer unbewilligten Demonstration zum Thema «Black Lives Matter» soll Stauffacher bei einer Personenkontrolle im Juni 2020 mit Armen und Beinen auf einen Einsatzoffizier der Stadtpolizei Zürich eingeschlagen und diesen so an seiner Amtshandlung gehindert haben.

Anlässlich der polizeilichen Festnahme sieben Tage später durch denselben Polizeioffizier soll Stauffacher diesem Faust- und Ellbogenschläge versetzt und ihn wiederum an seiner Amtshandlung gehindert haben.

Des weiteren wird die 71-Jährige beschuldigt, im Februar 2018 vier Polizisten während ihres Einsatzes bei einer unbewilligten Kundgebung beim türkischen Konsulat in Zürich den Mittelfinger gezeigt und sie als «Marionetten» bezeichnet zu haben. Dadurch habe Stauffacher die Polizeibeamten in ihrer Ehre angegriffen, heisst es in der Anklageschrift.

Ausserdem wird Stauffacher vorgeworfen, während des Frauenstreiktages am 14. Juni 2019 im Hauptbahnhof Zürich in unzulässiger Weise und inmitten von Demonstrationsteilnehmerinnen eine Rauchpetarde abgebrannt haben.

Stauffacher als Leitfigur des Revolutionären Aufbaus

Die Bundesanwaltschaft wirft der mehrfach vorbestraften Autonomen-Anführerin zudem vor, im April 2020 verbotenerweise eine Demonstration zum Thema «Safety for all refugees» mit über 300 Personen organisiert und an dieser selber teilgenommen zu haben. Damit habe die 71-Jährige der Covid-19-Verordnung 2 zuwidergehandelt, heisst es in der Anklageschrift.

Andrea Stauffacher gilt als Leitfigur des Revolutionären Aufbaus. Der Linksextremen wurden bereits in früheren Jahren mehrfache Gefährdung durch Sprengstoffe in verbrecherischer Absicht, Sachbeschädigungen sowie Aufbewahrung von Sprengstoffen angelastet.

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