Postauto

    Postauto-Skandal: Führungselite kommt davon

    Janis Meier
    Janis Meier

    Lausanne,

    Nach dem Postauto-Skandal wurden Strafverfügungen gegen sieben Verantwortliche erlassen. Der Top-Kader hingegen blieb unbestraft – und das bleibt auch so.

    Postauto
    Der Postauto-Skandal sorgte für einige Entlassungen. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der frühere Post-Präsident und die ehemalige Konzernchefin müssen nicht mehr vor Gericht.
    • Dies hat die Beschwerdekammer des Bundesgerichts entschieden.
    • Die Aufarbeitung des Postauto-Skandals ist noch im vollen Gange.

    Auch sechs Jahre nach dem Postauto-Skandal ist dieser noch nicht vollständig aufgearbeitet. Gegen fünf ehemalige Manager, einen ehemaligen Post-Verwaltungsrat und den Ex-Finanzchef der Post wurden Anfang Jahr Strafverfügungen erlassen.

    Der frühere Post-Präsident, Peter Hasler, und die ehemalige Konzernchefin, Susanne Ruoff, kommen hingegen ungeschoren davon. Sie müssen nicht mehr vor Gericht erscheinen, wie die «Luzerner Zeitung» berichtet.

    So auch Alt-Bundesrätin Doris Leuthard, welche zur Zeit des Skandals das Verkehrsdepartement leitete.

    Ex-Finanzchef wollte die Führungsriege vor Gericht zerren

    Dies hat die Beschwerdekammer des Bundesgerichts entschieden. Der Postauto-Skandal landete dort, weil der Ex-Finanzchef seine Vorgesetzten vor Gericht zerren wollte. Er beantragte im Jahr 2023, dass eine Befragung der Chefetage durchgeführt wird.

    Laut ihm war diese vollumfänglich über die skandalösen Tätigkeiten bei Postauto informiert – die Beschwerdekammer sieht dies nun anders.

    Doris Leuthard
    Alt-Bundesrätin Doris Leuthard leitete vom Jahr 2010 bis zu ihrem Rücktritt das Bundesdepartement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK). - keystone

    Anfang Februar 2018 war bekannt geworden, dass Postauto jahrelang von Bund und Kantonen zu hohe Subventionen kassiert hatte. Mitarbeiter hatten Gewinne in der Buchhaltung verschleiert und so rund 205 Millionen Franken an Subventionen zu viel erhalten.

    Der Skandal wird seit dem Jahr 2018 juristisch aufgearbeitet.

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    Kommentare

    User #2502 (nicht angemeldet)

    Mich wundert bald gar nichts mehr!!! Wir leben einfach in einem Staat wo gleiches nicht gleich ist. Und Recht haben und Recht bekommen auch nicht dasselbe ist. Recht hat wer genug Geld hat um sich einen guten Anwalt zu leisten. Und Gesetze sind nur noch da um die zu quälen, die sich bemühen Rechtschaffen zu leben!!! Was ist nur aus unserer Schweiz geworden🙈

    User #6916 (nicht angemeldet)

    Maffia bekämpft nicht sich selber

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