Positive Zwischenbilanz für neues Hotel in Lauchernalp VS
Nach dem verheerenden Bergsturz vom 29. Mai 2025 in Blatten VS hat in Lauchernalp rechtzeitig zu den Festtagen ein neues Hotel eröffnet. Zwei Monate nach Betriebsaufnahme ziehen die Eigentümer eine erste positive Bilanz.

«Der Winter läuft sehr gut», freute sich Lukas Kalbermatten, einer der Miteigentümer, im Gespräch mit Keystone-SDA. Bis April werde eine Auslastung von 78 bis 80 Prozent erwartet, womit das Vorsaisonziel erreicht werde. Zudem lägen bereits zahlreiche Buchungen für den kommenden Winter vor.
Das mit drei Sternen klassifizierte Hotel liegt auf 1970 Metern Höhe in unmittelbarer Nähe der Bergstation der Luftseilbahn Lauchernalp. Es verfügt über 19 Zimmer mit insgesamt 64 Betten. Die Eröffnung fand am 19. Dezember statt, die ersten Gäste wurden am Weihnachtstag empfangen.
Die Katastrophe von Blatten hatte die Hotelkapazität im Lötschental innert Sekunden um 80 Prozent reduziert. Die Eigentümer zweier der drei betroffenen Betriebe entschieden sich daraufhin, innert sieben Monaten einen Neubau zu realisieren.
Ein Teil der Gäste sei aus Solidarität zurückgekehrt und habe die neue Unterkunft kennenlernen wollen, so Kalbermatten. Die Aufenthaltsdauer sei meist kürzer gewesen als üblich. Für den Winter 2026/27 zeichne sich jedoch bereits eine längere Buchungsdauer ab.
Für den kommenden Sommer sprach der Hotelier von einer «noch schwachen individuelle Nachfrage». Diese werde nicht durch Seminare oder Gruppen kompensiert, da die entsprechenden Infrastrukturen der Region beim Bergsturz zerstört wurden. Die Verantwortlichen erwarten eine Auslastung von rund 50 Prozent.
Das Hotel trägt den Namen Hotel Momentum. Der Neubau wurde vom Kanton Wallis mit einer Million Franken sowie von der Schweizer Berghilfe mit 500’000 Franken unterstützt. Zusammen mit Beiträgen der ehemaligen Hoteliers, der Bergbahnen und weiterer Spender und Spenderinnen belief sich die Gesamtinvestition auf 4,7 Millionen Franken.
Für die Wintersaison 2025/26 sei eine abschliessende Bilanz im Skibereich noch verfrüht, sagte Mathias Fleischmann, Direktor von Tourismus und Bergbahnen im Lötschental zu Keystone-SDA. In der vergangenen Saison seien erstmals über 200’000 Fahrten (exakt 207’000)) gezählt worden, begünstigt durch ideale Bedingungen. Für den laufenden Winter werde mit einem Durchschnitt der fünf vorhergehenden Saisons gerechnet, also zwischen 180’000 und 200’000 Eintritten.
Wegen Lawinengefahr und starken Winden musste das Skigebiet Mitte Februar während der Hochsaison teilweise oder ganz geschlossen werden. Dies dürfte sich auf das finanzielle Ergebnis auswirken. Die Saison endet im Walliser Tal am 12. April – neun Tage früher als 2025, da Ostern diesmal auf später fällt.






