Portugals Innenministerin tritt nach Unwettern zurück
Nach Kritik am Umgang mit den schweren Unwettern der vergangenen zwei Wochen auf der iberischen Halbinsel ist Portugals Innenministerin Maria Lúcia Amaral zurückgetreten.

Amaral sei der Ansicht, dass sie nicht mehr über die «persönlichen und politischen Voraussetzungen» für das Amt verfüge, teilte das Präsidialamt in Lissabon mit. Ihre Aufgaben würden vorübergehend von Ministerpräsident Luís Montenegro übernommen, hiess es.
Bei den Unwettern kamen in Portugal mindestens acht Menschen ums Leben. Die Schäden belaufen sich nach amtlicher Schätzung auf mehr als vier Milliarden Euro. Die Regenfälle hielten am Mittwoch in Teilen des Landes an. In Spanien war vor allem der Süden des Landes von den Unwettern betroffen.
Kritisiert wurden in Portugal sowohl die unzureichende Vorbereitung auf die Stürme als auch das Krisenmanagement. Amarals Rücktritt sei der Beweis dafür, dass die konservative Regierung versagt habe, sagte der Generalsekretär der oppositionellen Sozialistischen Partei, José Luís Carneiro.










