«Peinlichdeutschland»: Felix Lobrecht staunt an Schweizer Raststätte
Felix Lobrecht staunt nach seinem Auftritt in Bern über unsere Raststätten. Nau.ch hakt in Deutschland nach, was die Schweiz so viel besser macht.

Das Wichtigste in Kürze
- Felix Lobrecht schwärmt nach seinem Auftritt in Bern von der Schweiz.
- Raststätten seien nicht zu vergleichen mit den «Müllhaufen in Peinlichdeutschland».
- Nau.ch hakt bei deutschen Raststätten-Betreibern nach, was wir besser machen.
«Die Schweiz ist das bessere Deutschland», sagt Felix Lobrecht (36) auf der Bühne in Bern. Mitte November ist der Deutsche Comedian mit seinem Programm «Sell Out» zweimal in der neuen Festhalle aufgetreten.
Anschliessend ging seine Tour in Innsbruck (Ö) weiter. Lobrecht meldet sich von einer Schweizer Autobahn-Raststätte auf Instagram zu Wort.

«Guckt euch das an Leute. Das ist einfach ne kleine Wald- und Wiesen-Raststätte in der Schwiiz. Vergleicht das mal mit diesen lieblosen, ungesunden Müllhaufen, die wir Raststätten nennen in Peinlichdeutschland.»
Lobrecht fügt an: «Preise übrigens auch günstiger als bei uns (trotz Schweiz).»
«Du kannst dir Spiegeleier und Röstis braten lassen»
Was machen wir Schweizer so viel besser als die Deutschen? Es ist nicht die erste Lobeshymne von Lobrecht auf die Schweiz. Gemeinsam mit Tommi Schmitt betreibt er den erfolgreichsten Podcast Europas («Gemischtes Hack»).

«Du kannst dir Spiegeleier und Röstis braten lassen. Die haben eine riesige Auswahl an frisch aufgeschnittenem Obst. Jeder Kaffee kommt aus einer Siebträgermaschine. Diese rattigen Vollautomaten gibt es da nicht», sagte der Komiker im Jahr 2023 über die «Marché»-Restaurants.
Deutscher Raststätten-Betreiber winkt ab: «Comedy»
Die Autobahn Tank & Rast Gruppe betreibt beinahe alle Autobahn-Raststätten Deutschlands. Was läuft verkehrt?
Bei Nau.ch winkt Sprecher Dietmar Thomas ab: «Die Aussagen von Felix Lobrecht sind uns bekannt. Wir ordnen sie klar als das ein, was sie sind: pointierte Comedy. Provokation und Überzeichnung gehören zu seinem Stil – auf der Bühne ebenso wie im Podcast.»
Man investiere in Deutschland ebenfalls in Modernisierung.
Allerdings verfügt Deutschland mit rund 13'200 Kilometern über das viertgrösste Autobahnnetz weltweit. «Diese Dimension prägt massgeblich die Anforderung an Versorgung, Kapazitäten und Infrastruktur.»
Deutsche wollen Familien gefallen
Das Konzept sei auf Familien ausgelegt. Thomas nennt Baby-Wickeltische, Kinder-WCs, grosszügige Ruhezonen und klare Wegeführungen als Stärken.
Auch die Gastronomie soll für Jung und Alt funktionieren. «Für viele Familien ist ein verlässlicher, sauberer und gut erreichbarer Stopp entscheidend. Und genau darauf ist unser Konzept ausgelegt.»

Man beobachte Entwicklungen in anderen Ländern aufmerksam. Gleichzeitig liessen sich viele Lösungen nicht 1:1 übertragen.
Eine Stärke Deutschlands, so Thomas: «Das Zusammenspiel aus Verlässlichkeit, bundesweiter Versorgung und einer modernen Infrastruktur. Insbesondere mit Blick auf die flächendeckende Elektromobilität.»
Franzosen haben noch bessere Raststätten als die Schweiz
Felix Lobrecht liebt die Schweizer Raststätten. Tatsächlich könnte sich für ihn aber eine Reise nach Frankreich lohnen.
Wie Jürg Reinhard vom TCS zuletzt bei Nau.ch erklärte, ist dort der Standard oft noch höher. Das Land punkte «insbesondere mit einer guten Ladeninfrastruktur und guten Verpflegungsmöglichkeiten».
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Schweizer Raststätten hätten ein hohes Level im internationalen Vergleich. Sie zeichnen sich aber vor allem durch Sauberkeit und nützliche Geräte aus. Etwa Luftdruckmesser, Entsorgungsstellen für Camper oder Robidogs.
«Weniger optimal sind in der Schweiz die kleinen Flächen für Erholung, aber auch für die Fahrzeuge», so Reinhard. Es gebe keine Trennung zwischen PKW und LKW.








