In der Schweiz sinkt die Lebenserwartung, genauso das Bruttoinlandprodukt (BSP). Auch die Lebenszufriedenheit nimmt ab.
Die Covid-19-Pandemie hinterlässt Spuren in der Schweizer Wohlfahrt: Die Verschuldung der öffentlichen Hand ist gestiegen, das Bruttoinlandprodukt, die Lebenserwartung und die Lebenszufriedenheit sind gesunken (Symbolbild).
Die Covid-19-Pandemie hinterlässt Spuren in der Schweizer Wohlfahrt: Die Verschuldung der öffentlichen Hand ist gestiegen, das Bruttoinlandprodukt, die Lebenserwartung und die Lebenszufriedenheit sind gesunken (Symbolbild). - sda - Keystone/GAETAN BALLY

Das Wichtigste in Kürze

  • Wegen der Pandemie verschlechterte sich die Lebenszufriedenheit in der Schweiz.
  • Gemäss dem Bundesamt für Statistik sank das Bruttosozialprodukt und die Lebenserwartung.

Die Covid-19-Pandemie hinterlässt Spuren in der Wohlfahrt der Schweizer Bevölkerung: Die Lebenserwartung ist 2020 signifikant gesunken, das Bruttoinlandprodukt ebenfalls. Noch ist die Lebenszufriedenheit im internationalen Vergleich hoch - aber im Sinken begriffen. Die Lebenserwartung der Männer ist 2020 gegenüber dem Vorjahr um knapp ein Jahr gesunken, diejenige der Frauen um ein halbes.

Hohe Übersterblichkeit bei den über 64-jährigen

Buben, die 2020 geboren wurden, haben eine Lebenserwartung von 81 Jahren, Mädchen dürfen auf durchschnittlich 85,1 Jahre hoffen.

Die über 64-jährigen Personen waren im Jahr 2020 im Vergleich zu den jüngeren Altersklassen von einer hohen Übersterblichkeit betroffen. Sie war dennoch zu gering, um den Altersquotienten zu senken. Unter diesem versteht man das Verhältnis der über 64-Jährigen zu den 20- bis 64-Jährigen.

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Das geht aus der am Mittwoch veröffentlichten, aktualisierten Wohlfahrtsmessung des Bundesamts für Statistik (BFS) hervor.

Finanzielle Situation der Schweiz hat sich verschlechtert

Erwartungsgemäss ist aufgrund der wirtschaftlichen Folgen der Pandemie auch das reale Bruttoinlandprodukt pro Kopf zurückgegangen. Nämlich um 3,1 Prozent gegenüber 2019. Gemäss eidgenössischer Zollverwaltung gingen die Exporte gegenüber dem Vorjahr um 7 und die Importe sogar um 11 Prozent zurück. Der Öffnungsgrad der Schweizer Volkswirtschaft sank von 52 auf 47,8 Prozent.

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Ebenfalls nicht unerwartet stiegen die Schulden der öffentlichen Hand: Bund, Kantone und Gemeinden gaben im ersten Coronajahr 11 Milliarden mehr aus als 2019. Die Verschuldung überschritt die 300-Milliarden-Grenze und erreichte 304 Milliarden Franken.

Seit dem Lockdown: Lebenszufriedenheit in der Schweiz gesunken

Die Bevölkerung in der Schweiz ab 16 Jahren ist mit der allgemeinen Lebenssituation im europäischen Vergleich sehr zufrieden; wie die experimentelle Statistik «Covid-19 und Lebensbedingungen in der Schweiz (SILC)» ergeben hat.

Dennoch kündigt sich Entmutigung an: 2019 bis zum ersten partiellen Lockdown betrug der Anteil der Menschen mit hoher Zufriedenheit, 39,7 Prozent. Danach rutschte sie um 3,1 Prozentpunkte ab.

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