Österreich: Regierung will Kopftuchverbot in Kindergarten und Schule

    DPA
    DPA

    Österreich,

    Die Regierung will künftig eine Verschleierung von Kleinkindern verhindern. Deswegen will sie bis zu Beginn des Sommers eine Vorlage für ein Kopftuchverbot in Kindergärten und Grundschulen ausarbeiten.

    Dürfen Kinder in Österreichs Grundschulen bald keine Kopftücher mehr tragen? (Symbolbild)
    Dürfen Kinder in Österreichs Grundschulen bald keine Kopftücher mehr tragen? (Symbolbild) - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die österreichische Regierung plant die Einführung eines Kopftuchverbots in Kindergärten und Grundschulen.
    • Eine entsprechende Vorlage will sie bis zum Beginn des Sommers ausarbeiten.

    Mädchen sollen nach dem Willen der österreichischen Regierung künftig kein Kopftuch mehr in Kindergarten und Grundschule tragen dürfen. «Eine Verschleierung von Kleinkindern ist definitiv nichts, was in unserem Land Platz haben sollte», sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz am Mittwoch in Wien. Es gehe darum, allen Kindern die gleichen Chancen einzuräumen. «Dazu gehört auch, dass es zu keiner Diskriminierung in jungen Jahren kommt», so Kurz.

    Eine entsprechende Vorlage soll bis zum Beginn des Sommers ausgearbeitet sein. Um das Gesetz in Verfassungsrang zu heben, muss die Regierung aus konservativer ÖVP und rechter FPÖ eine Oppositionspartei von ihren Plänen überzeugen. FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache wolle mit dem Kopftuchverbot für Mädchen «Fehlentwicklungen beim politischen Islam entgegentreten».

    Bundeskanzler Sebastian Kurz (r.) und Vizekanzler Christian Strache sprechen sich für ein Kopftuchverbot bei Kleinkindern aus.
    Bundeskanzler Sebastian Kurz (r.) und Vizekanzler Christian Strache sprechen sich für ein Kopftuchverbot bei Kleinkindern aus. - epa

    Wie viele Kinder tatsächlich betroffen sind, ist nicht klar. Zahlen liegen nicht vor. «Es ist sicherlich eine symbolische Handlung», sagte Bildungsminister Heinz Fassmann (ÖVP). In Österreich herrscht seit einem halben Jahr ein generelles Gesichtsverhüllungsverbot. Seitdem wurden rund 50 Menschen angezeigt. Das Gesetz richtet sich vor allem gegen Verschleierungen etwa mit Burka oder Nikab und soll die Integration von Muslimen fördern. Laut Gesetz sind bis zu 150 Euro Strafe fällig, wenn das Gesicht zwischen Stirn und Kinn nicht sichtbar ist.

    In Österreich herrscht seit einem halben Jahr ein generelles Gesichtsverhüllungsverbot. Seitdem wurden rund 50 Menschen angezeigt. Das Gesetz richtet sich vor allem gegen Verschleierungen etwa mit Burka oder Nikab und soll die Integration von Muslimen fördern. Laut Gesetz sind bis zu 150 Euro Strafe fällig, wenn das Gesicht zwischen Stirn und Kinn nicht sichtbar ist.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    Rauchverbot
    76 Interaktionen
    No Billag

    MEHR IN NEWS

    gast
    428 Interaktionen
    «Wollten Rosenwasser»
    stromausfall
    7 Interaktionen
    In Brugg AG
    a
    32 Interaktionen
    Vater warnt
    leu
    540 Interaktionen
    «Schämt euch»

    MEHR AUS ÖSTERREICH

    Brennbare Dekorationen
    1 Interaktionen
    Wien
    7 Interaktionen
    Wien
    Lachgas
    3 Interaktionen
    Salzburg
    Frau mit Apfelscheibe
    17 Interaktionen
    Wien