Opfer von Car-Unglück war Holländer Siebrand (†75)
Am vergangenen Donnerstag ist im Engadin ein Reisecar verunglückt. Gegen den Chauffeur wurde ein Verfahren eröffnet. Das Neuste dazu liest du im Nau.ch-Ticker.

Ein Reisecar verunglückte am vergangenen Donnerstag im Engadin. Fünf Menschen kamen dabei ums Leben. 40 weitere Personen wurden verletzt.
Am Steuer sass ein Niederländer. Er selbst kam mit leichten Verletzungen davon. Die Staatsanwaltschaft Graubünden hat nun ein Verfahren gegen den Chauffeur eröffnet, wie der «Blick» schreibt.
Die neusten Entwicklungen erfährst du im Nau.ch-Ticker.
Opfer von Car-Unglück war Holländer Siebrand (†75)
Bei einem der Opfer des Carunglücks im Graubünden handelt es sich um den 75-jährigen Niederländer Siebrand.
Er war freiwilliger Helfer eines internationalen Festivals in der niederländischen Stadt Appingedam. Der Veranstalter trauert in einem Facebook-Post um den Verstorbenen.
Mit weiteren ehrenamtlichen Helfern wollte Siebrand in den Ferien nach Österreich fahren, heisst es im Post.

«Leider war der Bus, mit dem sie unterwegs waren, in einen schweren Unfall in der Schweiz verwickelt», so der Festivalveranstalter weiter.
Drei der Fahrgäste liegen laut dem Post mit verschiedenen Knochenbrüchen in verschiedenen Spitälern.
Siebrand habe beim Festival im Café mitgeholfen. Er habe sich mit jedem in dessen eigener Sprache unterhalten, woraus sich immer wunderbare Gespräche ergeben hätten.
Alle Freiwilligen «sind schockiert», das Festival wünsche den Angehörigen viel Kraft. «Es ist unfassbar, so unwirklich. Wir vermissen ihn jetzt schon», heisst es weiter.
Die Vorwürfe im Strafverfahren der Bündner Staatsanwaltschaft gegen den niederländischen Carchauffeur sind schwerwiegend: mehrfache fahrlässige Tötung und mehrfache fahrlässige Körperverletzung.
Dass es zu einem solchen Verfahren kommt, war bereits am Wochenende abzusehen. Die Kantonspolizei Graubünden hatte gegenüber «Blick» angekündigt, wie in solchen Fällen vorgegangen wird.

«Beteiligte Fahrzeuglenkende werden dabei meist als beschuldigte Person geführt, um deren Strafbarkeit abzuklären», erklärte die Polizei. Bei einem Unfall dieser Schwere seien umfassende polizeiliche und staatsanwaltschaftliche Ermittlungen die Regel.
Das Verfahren läuft auf Hochtouren
Die Staatsanwaltschaft ist die Behörde, die in der Schweiz strafrechtliche Verfahren leitet. Sie klärt ab, ob jemand eine Straftat begangen hat. Erst nach Abschluss der Ermittlungen entscheidet sie, ob Anklage erhoben wird.
Wie lange das Verfahren dauert, ist unklar. Solche Untersuchungen können Monate oder sogar Jahre in Anspruch nehmen. Es gilt die Unschuldsvermutung.








